Donnerstag, 5. Mai 2016

[Das Autoren 1x1] Maria W. Peter

 proudly presents:



Maria W. Peter


© Maria W. Peter


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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Geschichten erfinde ich im Grunde schon seit ich mich erinnern kann. Zumindest, seit ich in der Lage war, Bilderbücher zu schauen. Meine erste „verschriftlichte“ Geschichte habe ich dann als Kindergartenkind meinem Vater diktiert und dazu die Bilder gemalt. In der Grundschule habe ich mir wilde Abenteuergeschichten ausgedacht und meinen ersten Internatsroman zu schreiben begonnen, nachdem ich vom „Trotzkopf“ restlos begeistert war. Mit etwa dreizehn Jahren versuchte ich mich dann an meinem ersten historischen Roman, nach einer sehr prägenden Lektüre von „Quo Vadis“. In meiner Teenagerzeit fing ich dann Feuer für Science Fiction, schrieb und publizierte auch begeistert in diesem Genre. In der Oberstufe habe ich sogar während des Unterrichts meine Romanszenen auf den Rand des Collegeblocks gekritzelt – eine Unart, die ich durch meine gesamte Studienzeit beibehalten habe. So ist auch mein erster druckreifer Roman entstanden – dieser dann im Histo-Bereich.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Darüber habe ich nie wirklich nachgedacht. Schreiben war einfach immer das, was ich am liebsten im Leben tun wollte. Es ist diese Faszination der Sprache, eine Magie der Worte, die ganze Welten neu erstehen lassen können. Und ganz besonders auch die Lust am Ersinnen spannender Situationen und Geschichten, der Zauber, wenn ein Romancharakter während des Schreibprozesses plötzlich eine lebendige Figur wird und selbständig zu agieren beginnt.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Der Traum von Freiheit in einer Welt blutiger Unterdrückung.
„Die Küste der Freiheit“ (Bastei Lübbe)

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Eigentlich kann ich überall schreiben, in der Bibliothek, einem Café, der Straßenbahn, im Kino, sogar noch beim Warten auf den Zahnarzt (vielleicht treibt mir dort ja sogar das Adrenalin die richtig guten Ideen in den Kopf – Angst macht ja bekanntlich erfinderisch) … Aber meist arbeite ich natürlich zuhause, wo ich Zugang zu meinen ganze Regale füllenden Recherchematerialien habe, die ich ausgiebig konsultiere.
Außergewöhnlich nachhaltig sind allerdings die Gelegenheiten, bei denen ich an den Schauplätzen des im Entstehen begriffenen Romans schreiben darf, dabei gleich die Atmosphäre des Ortes einfangen und auf Papier bannen kann. Gerade bei einem meiner aktuellen Romanprojekte erlaube ich mir den Luxus, das immer wieder mal zu tun.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Nicht aufgeben, immer weiter machen. Weder die Angst vor der weißen Seite noch die Angst vor dem immer unübersichtlicher werdenden Buchmarkt sollte einen davon abhalten, das zu tun, wozu man sich wirklich berufen fühlt…



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Es kommt auf den Kontext an, ob es um Klamotten geht, Einrichtung oder was auch immer. Schon lange hat die Farbe Grün für mich eine ganz besondere Bedeutung, vielleicht ist diese so etwas wie eine Lieblingsfarbe für mich. Was Mode betrifft, so trage ich aber gerne schwarz, gelegentlich auch tiefe Rottöne. Bei Wohnungseinrichtungen habe ich ein Faible für die klassische Farbkombination blau-weiß. Ach ja, zudem schätze ich gelegentlich auch ein edles, pastelliges Rosé – vielleicht ist das die heimliche Romantikerin in mir?

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Ich glaube, ich wollte immer schon schreiben, von klein auf. Autorin oder Journalistin waren und sind meine absoluten Traumberufe. Beide Ziele habe ich recht früh umgesetzt. In Amerika habe ich Journalismus studiert (übrigens an der gleichen Uni, wie Brad Pitt – in Columbia, Missouri), eine Zeit lang, war ich mit Begeisterung journalistisch tätig. Parallel dazu habe ich aber auch die ersten Erzählungen publiziert und wurde sogar von einem Mitglied des Perry Rhodan Autorenteams, der einige meiner Texte gelesen hatte, gefragt, ob ich nicht einmal ein Taschenbuch für die Perry-Serie schreiben wollte. Ich war stolz wie Oscar.
Hm, und in meiner „wilden Phase“ erschien es mir aufregend, als Kriegsberichterstatter für CNN zu arbeiten, was zumindest auch wieder im journalistischen Bereich angesiedelt ist.
Aufgrund meiner Faszination für ferne, versunkene Welten habe ich in einem zweiten Studiengang auch Klassische Archäologie und Alte Geschichte an der Uni belegt. Archäologe war auch so ein Beruf, den ich mir ernsthaft hätte vorstellen können, da mich schon immer die Geheimnisse und Rätsel der Vergangenheit fasziniert haben. Aber vor allem arbeite ich sehr gerne mit Menschen zusammen, weshalb ich während meines Studiums in der Altenpflege gejobbt und später Englisch, Französisch, Latein und Kreatives Schreiben am Gymnasium unterrichtet habe. Dabei war auch stets der große Traum vom Schreiben lebendig, den ich all die Jahre weiter verfolgt habe, zunächst nebenbei, später dann professionell.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Welch gemeine Frage an eine passionierte Hobbyköchin! Wie soll man sich da entscheiden? Also, eigentlich recht unterschiedliche Speisen, quer über den Globus und durch die Epochen. Ich liebe es, immer mal wieder, neue exotische Gerichte zu kosten. Zu Studentenzeiten haben wir uns im Wohnheim öfter gegenseitig bekocht, wodurch ich den unverfälschten Originalgeschmack aus Asien, Afrika und auch sonst aller Herren Länder kennen lernen durfte. Zudem probiere ich gerne historische Rezepte aus, gerade Gerichte aus der Römerzeit koche und backe ich sehr gerne nach. Doch als Nostalgikerin habe ich auch eine besondere Leidenschaft für die mühsam selbstgemachte Hausmannskost, die meine Oma mir als Kind immer gekocht hat – viele ihrer Rezepte konnte ich vor ihrem Tod noch aufschreiben und bewahren.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Hm, so ziemlich querbeet. Wenn mich ein Autor fasziniert – mit seiner Erzählerstimme und seinen Figuren - dann kann die Geschichte überall, in jeder Epoche oder fast jedem Genre angesiedelt sein und wird mich auf jeden Fall in ihren Bann ziehen. Da ich selbst vorwiegend im historischen Bereich schreibe, habe ich natürlich eine besondere Schwäche für geschichtliche Stoffe. Klug gemachte Krimis sind zudem auch immer eine gute Wahl…gerne ebenfalls im historischen Ambiente.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Wenn immer möglich, will ich auch zukünftig, unbedingt die Länder und Schauplätze meiner Romane bereisen. Kaum etwas inspiriert so sehr, wie andere Menschen und deren Heimat kennen zu lernen, den Geschmack, den Geruch, die Atmosphäre und Faszination einer bestimmten Region in sich aufzunehmen - den genius loci, wie man in der Antike sagte, den Geist des Ortes.



Dieses Buch von Maria W. Peter könnte in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Maria, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

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