Samstag, 21. Mai 2016

[Gastrezension] Gasson, Sam - Gone Cat - Die stumme Zeugin

Gastrezension von Starbucks


 
Oft unglaubwürdig und doch unglaublich gut!

Man darf „Gone Cat – Die stumme Zeugin“ von Sam Gasson bloß nicht zu ernst nehmen. Die Handlung ist wenig realistisch, aber dennoch mit so viel Liebe zum Detail geschrieben, mit so viel Humor präsentiert, dass man dieses Buch einfach lieben muss. Und man muss über einige inhaltliche und auch einen sachlichen Fehler hinwegsehen können.


Zur Handlung: Brunos Vater ist Privatdetektiv, und Bruno tut alles, um dies auch zu werden – nein, er glaubt eher, er ist dies schon, wie z.B. seine eigenen Visitenkarten zeigen. Da ist die Idee, der Katze Mildred eine Kamera mit auf ihre Streifzüge zu geben, natürlich auch eine professionelle, denn der Elfjährige möchte natürlich genau wissen, was seine geliebte Katze so treibt. Aber dann wird in der Nachbarschaft die Mutter von Brunos Freund ermordet, und es gibt viele Verdächtige...

Ganz im traditionellen Stil kann der Leser hier mitermitteln, und es macht wirklich Spaß, die Nachbarn alle einmal zu verdächtigen. Dabei passieren in der Nachbarschaft ständig die kuriosesten Dinge, und der Möchtegern-Detektiv Bruno, der mit seinem Vater im Team und dann auch wieder im Alleingang ermittelt, überschreitet auch gern mal die legalen Grenzen um seine Ermittlungen voranzutreiben. Er ist clever und zugleich naiv, altklug und immer mit einem schlauen Spruch ausgestattet. Es ist für den Leser schon fast unglaublich, wofür sich der Junge hält und was er alles so treibt als „Detektiv“. Dabei ist es wirklich witzig, dass der Junge ungefähr genauso oft völlig falsch liegt wie richtig, aber den Fall dann dennoch aufklärt.

An sich würde ich diesen Kriminalroman eher in der Jugendliteratur ansiedeln. Aber es ist auch für den erwachsenen Leser ein amüsantes und auch spannendes Buch. Die Handlung ist genial verknüpft; nur einmal gibt es bei der SIM-Karte m.E. einen sachlichen Fehler. Hier kann etwas nicht sein, das ich aber hier auch nicht erwähnen kann.

Wer Katzen mag, ist mit diesem Buch auch gut bedient, denn immer wieder – auch als Mildred verschwunden ist – streut der Autor hier „Kätzisches“ ein. Nicht alles, was die Katze macht, ist ebenso glaubhaft, aber sie wurde auf jeden Fall gut beobachtet.

Fazit: Wer den Roman mit Humor lesen kann, ist hier richtig. Wer Krimis im alten Stil liebt, ist hier richtig. Wer Katzen mag, sollte zu diesem Buch greifen. „Gone Cat“ habe ich in ca. 3 Tagen komplett durchgelesen. Dafür verdient es auf jeden Fall alle Sterne!


  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (8. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 373630157X
  • ISBN-13: 978-3736301573
  • Originaltitel: The Cat who saw it all
  • Verlag:


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