Mittwoch, 1. Juni 2016

[Gastrezension] Jeromin, Ana - Sonnentänzer

Gastrezension von Manja von Manjas Buchregal

Als Kind hat Kathrin gemeinsam mit ihrer Familie viel Zeit in Kanada verbracht. Sie lebten dort gemeinsam mit den Haida-Indianern. So ist eine sehr enge Freundschaft mit Tann entstanden. Dann aber nahm Kathrin einen Schatz an sich, der von Taans Familie sehr behütet wurde.
Jahre später nun tauchen Taan und sein Zwillingsbruder bei Kathrin in Deutschland auf, denn sie haben dieses Vergehen nicht vergessen. Bringt die Vergangenheit Kathrins Leben erneut durcheinander? Was hat es mit der mysteriösen Schachtel, die Kathrin genommen hat, auf sich?

„Sonnentänzer“ wurde von der Autorin Ana Jeromin geschrieben. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich eine mir gut bekannte Autorin, es war dementsprechend nicht mein erstes Buch von ihr (auch unter diesem Pseudonym). Umso neugieriger war ich daher auf die Geschichte, die sich hier zwischen den Buchdeckeln verbirgt.

Die Protagonistin ist hier Kathrin. Sie geht noch zur Schule, die Sommerferien stehen gerade kurz bevor. Auf mich wirkte sie sympathisch und authentisch gestaltet. Quasi wie ein junges Mädchen von nebenan. Sie führt auch ein ganz normales Leben, dann aber holt sie ihre Vergangenheit ein und alles verändert sich.
Die Zwillinge Taan und Sigai wirkten auch recht glaubhaft und sympathisch auf mich. Sie sind Indianer und kennen Kathrin von früher.
Am besten gestaltet ist Kathrins beste Freundin Malin. Sie sorgt sich um Kathrin, will dass es ihr gut geht. Malin ist eine Freundin, wie man sie gerne hat.
Insgesamt kann ich wirklich sagen das Ana Jeromin ihre Charaktere wirklich gut gestaltet hat. Man kann sie sich gut vorstellen und deren Handlungen nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen. Ich bin gut ins Geschehen hineingekommen und konnte gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen zum großen Teil aus Sicht von Kathrin. Es gibt aber auch Passagen aus Taans und Sigais Sichtweise. Für alle hat Ana Jeromin die personale Perspektive verwendet. Diese passt hier wirklich gut, man wahrt eine gewisse Distanz und schaut von außen aufs Geschehen.
Die Handlung ist mystisch angehaucht. Ich gebe zu das hat mich überrascht, gibt der Geschichte aber eine gewissen Touch. Sonst kommt auch gut Spannung auf, die allerdings nicht das komplette Buch über gehalten werden kann. Das fand ich ehrlich etwas schade. Es wirkt zum Teil etwas übertrieben, Ana Jeromin wollte hier wohl zu viel.
Ins Geschehen eingebaut sind Indianerlegenden. Diese fand ich sehr interessant, man kann hier sogar noch etwas dazulernen.

Das Ende ist an und für sich gut. Es passt aber ich muss hier gestehen so richtig schlüssig ist mir die Auflösung nicht. Irgendwie hat mir hier was gefehlt.

Fazit: Zusammengefasst kann ich sagen ist „Sonnentänzer“ von Ana Jeromin ein sehr solides Jugendbuch mit sehr Mystik.
Die authentisch gestalteten Charaktere, die ich mir wirklich gut vorstellen konnte, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar Spannung aufweise, in der es aber leider auch Passagen gibt, wo die Autorin zu viel gewollt hat, haben mich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!
(4/5 Sterne)

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (18. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649668858
  • ISBN-13: 978-3649668855
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlag:


1 Kommentar:

  1. Ahoy Manja & Claudia,

    mich konnte dieses Buch nicht nur unterhalten, sondern regelrecht verzaubern - genau wie auch "Amaias Lied". Vor allem die Idee, Sonne einfangen zu können, finde ich wundervoll ♥


    Ich lasse dann mal frech meinen Link und liebe Grüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/04/sonnentanzer.html

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