Dienstag, 19. Juli 2016

[Die Story hinter dem Buch] Hotel, Nikola - Für immer und Emil


heute:



 Hotel, Nikola - Für immer und Emil

 




Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie heute schon auf Ihr Smartphone geguckt? Ich wette, das erste Mal noch vor dem Frühstück, oder?

Ich gebe freimütig zu, dass ich auch zu diesen Süchtigen gehöre, die sich ihr Leben viel zu sehr vom Smartphone beherrschen lassen, die nie ohne den kleinen Kasten aus dem Haus gehen und ständig erreichbar sind. Für meine neue Liebeskomödie »Für immer und Emil« wollte ich dieses Szenario einmal auf die Spitze treiben und habe eine Heldin ins Rennen geschickt, die — nicht freiwillig! — von einer Sekunde auf die andere offline ist. Eben noch hatte Leonie kein Privatleben, dafür aber einen stressigen Job, ein Tablet, eine Smartwatch und jede Menge Apps, die ihr sagen, wie sie ihr Leben zu regeln hat, einschließlich Schlafzeiten, Bewegungstracker und der Erinnerungsfunktion, wann sie ihr Blumen zu gießen hat, und plötzlich, zack, ist alles anders und Leonie muss ihr schickes Business-Outfit gegen Jeans tauschen.

Beim Schreiben hatte ich ganz oft den Wunsch mit meiner Heldin zu tauschen, die eine Zwangspause einlegen, den Stecker ziehen und aufs Land fahren muss, denn ich liebe das Landleben.


Für diesen Roman sollte es unbedingt die Eifel sein, weil sie ein toller Kontrast zum Setting in Köln bietet, und ich habe mir den fiktiven Ort Weißnich ausgemalt. Mit meinem Mann bin ich zur Recherche mehrmals in die Eifel gefahren, und einiges von dem, was ich im Roman verarbeitet habe, beruht tatsächlich auf realen Vorlagen. So zum Beispiel die Kosmetikbehandlung, die Leonie über sich ergehen lassen muss mit einem komischen Vibratorbürstendings. Auf einem Dorffest in der Eifel haben wir uns nämlich heimlich unter die Leute gemischt, wo mich eine nette Dame in die Finger bekam und an mir ihre Kosmetik-Produkte testete. Ich habe die ganze Zeit dabei gelacht (was am Eifelwein lag), und sie hat mich tatsächlich gefragt, ob ich nicht für sie arbeiten möchte, weil ich so eine positive Ausstrahlung hätte (was ebenfalls am Eifelwein lag). Leider konnte ich dieses Jobangebot nicht annehmen, aber die nette Dame hat mich sehr zu der Figur der Tante Ellen inspiriert, die in »Für immer und Emil« den Kosmetikpinsel schwenkt und die Heldin Leonie in die ein oder andere unangenehme Situation bringt.

© Christian Liepe

Geholfen hat mir beim Schreiben auch die persönliche Erfahrung, einmal im Leben Traktor gefahren zu sein — einem lieben Nachbarn sei Dank —, denn Leonie bleibt auf dem Land wirklich nichts erspart.


Zwischen den Erdbeerfeldern ergibt sich eine — wie ich finde — sehr schöne Liebesgeschichte, und ich habe noch nie im Leben so viele Erdbeeren gegessen wie beim Schreiben von »Für immer und Emil«. Eigentlich hätten anstelle der Nashörner (Wieso um Himmels willen hat mein Verlag die ausgesucht?) eine Handvoll köstlicher Erdbeeren auf das Cover gehört. Erdbeeren spielen in diesem Buch nämlich eine ganz besondere Rolle, aber da möchte ich noch nicht zu viel verraten.

Herzliche Grüße und ganz viel Lesefreude!
Nikola Hotel




  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (18. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746632129
  • ISBN-13: 978-3746632124

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    ich habe das Buch schon bestellt und deinen wirklich gelungenen Beitrag in meiner Blog-Stöberrunde heute erwähnt.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

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    1. Das ist ja lieb, danke :)
      Hab auch ein schönes Wochenende!
      LG Claudia

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