Sonntag, 21. August 2016

[Gastrezension] Haig, Francesca - Das Feuerzeichen (1/3) Das Feuerzeichen

Gastrezension von Monja
 
400 Jahre nach unserer Zeitrechnung. Die Welt existiert, so wie wir sie kennen, nicht mehr. Sämtliche Technologie ist zerstört, es gibt keine großen Städte mehr, keinen Strom, keine Maschinen. Die Menschheit ist stark dezimiert. Nach dem großen Krieg kommen erst nur noch wenige Kinder auf die Welt, die meisten deformiert und krank. Langsam scheinen sich die Menschen aber anzupassen, bis nur noch Zwillinge geboren werden, immer ein Mädchen und ein Junge, eines der Kinder gesund, das andere mit einer Mißbildung. Die Kinder mit Fehlbildungen werden als Omegas gebrandmarkt und fortgeschickt, während die gesunden Kinder bei ihren Eltern bleiben und als Alphas großgezogen werden. Trotz der Standenunterschiede und der Feindschaft zwischen Omegas und Alphas, kann der eine ohne den anderen nicht überleben. Unter den Omegas formiert sich eine Widerstandsgruppe, der bald auch die junge Cass und ihr Begleiter Kip angehören. Beide wurden von den Alphas eingesperrt und konnten nur unter schwierigsten Umständen fliehen und beide wissen, dass sie sich bald gegen ihre Zwillingsgeschwister wenden müssen. Ein Wettlauf gegen die Zeit und den Tod beginnt.

Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges:
Die Autorin versteht es, der Geschichte die notwendige Spannung und Dramatik mitzugeben. Auch umgibt die Story immer ein Hauch von Düsternis (mal kleiner, mal größer). Man merkt, dass die Menschen immer noch große Angst haben, vor dem Vorher, dem Krieg und dass sich alles nochmal wiederholen könnte, aber auch vor ihrem jetzigen Leben und den vielen Schwierigkeiten, die dieses mit sich bringt. Leider sind manche Szenen noch etwas flach, es fehlen die Emotionen und auch die Tiefe. Der Spannungsbogen geht kontinuierlich durch das ganze Buch, holpert aber zwischendurch ein wenig. Trotzdem ist dieser Trilogie-Auftakt lesenswert.

Die Protagonisten sind recht gut beschrieben, auch wenn man man von ihrem bisherigem Leben oft nicht soviel erfährt, sondern nur das Nötigste, was aber für den Lesefluss absolut ausreichend ist. Cass und Kip sind gut ausgearbeitet, auch wenn man bei Cass oftmals das Gefühl hat, das Emotionen fehlen.

Das Cover ist sehr gut gestaltet und überaus ansprechend.

Eigene Meinung:
Dieser erste Band der Trilogie hat mir recht gut gefallen. Zumal alles sehr gut vorstellbar ist. Wie schon erwähnt, haben mir zwischendurch die Tiefe, sowie auch Emotionen gefehlt. Auch kann sich die Story noch steigern. Ich für meinen Teil habe mir aber den zweiten Band schon geholt und freue mich drauf. Der dritte Band kommt im August 2017 und wird dann hoffentlich der krönende Abschluss. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter und gebe vier Sterne.


  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (26. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453270134
  • ISBN-13: 978-3453270138
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Originaltitel: The Fire Sermon
  • Verlag:


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