Freitag, 5. August 2016

[Rezension] Musso, Guillaume - Vierundzwanzig Stunden


Arthur Costello tritt ungewollt ein Familienerbe an, dass dazu führt, dass sein Leben wie im Flug zu vergehen scheint und es ihm schwer fällt zwischenmenschliche Beziehungen (egal ob Familie oder Freunde) anständig zu pflegen, dabei hat er es tatsächlich geschafft, die Liebe seines Lebens zu treffen, aber das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen.



Die Rezension zu schreiben ist sehr schwer, da ich inhaltlich nichts erzählen kann und möchte, da die Überraschung des Autors ansonsten sofort offenbart wird und mag nicht spoilern. Deshalb ist es aber schwer auf die positiven und negativen Seiten der Handlung einzugehen und mein Urteil zu begründen.

Zunächst hat Musso es sofort wieder geschafft eine unerwartete Wendung einzubauen, die den Roman zu einem anderen werden lässt, als man es vom Klappentext her erwartet hat. Das liebe ich an seinen Romanen, denn er vermag jedes Mal zu überraschen. Diese Wendung mutet jedoch (zumindest zunächst) etwas unrealistisch an. Ich habe es nach einer Weile dann aber einfach hingenommen und für mich akzeptiert. Etwas unglaubwürdig fand ich jedoch, wie schnell Arthur sich mit seinem Schicksal arrangiert hat. 

Die Handlung ist zunächst sehr spannend und unterhaltsam. Sie bietet viele Zeitsprünge, was dafür sorgt, dass die Geschichte schnell voranschreitet, aber dadurch bleiben die Charaktere etwas auf der Strecke. Die Figuren und ihre Gefühle erhalten für meinen Geschmack etwas zu wenig Tiefe und Spielraum. Der Mittelpart war etwas langatmig, da sich vieles, wie bei einer Aneinanderreihung, wiederholt, aber zum Glück war dieser Abschnitt nicht allzu lang.

Womit ich leider nicht so wirklich warm wurde, war das Ende. Eine richtige Aufklärung habe ich nicht vorgefunden. Ich habe sogar (zum ersten Mal in meinem Leben) die letzte CD ein zweites Mal gehört, um zu schauen, ob ich etwas verpasst habe, aber dem war nicht so. Musso hat versucht ein Ende zu finden, aber mich hat dieses nicht zufriedengestellt.

Fazit: Nachdem ich am Anfang akzeptiert habe, dass die Story scheinbar auf etwas Unrealistischem passiert, habe ich sie genossen und war interessiert, wie es weitergeht. Der Mittelteil lässt leider etwas nach und das Ende war nicht zufriedenstellend. Dieses hat mein Hörvergnügen getrübt und für eine 3,5 Sterne Bewertung gesorgt.

  • Audio: 5 CDs - ca. 355 Minuten
  • Verlag: OSTERWOLDaudio; Auflage: 1 (1. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869522860
  • ISBN-13: 978-3869522869
  • Verlagsgruppe:


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