Samstag, 10. September 2016

[Rezension] Clarke, Lucy - Das Haus, das in den Wellen verschwand

Lana und ihre beste Freundin Kitty fliehen aus ihrer Heimat England auf die Philippinen. Dort treffen sie auf eine Gruppe junger Backpacker, die die Welt auf einer Jacht umsegeln. Das nächste große Ziel ist Neuseeland. Die beiden haben Glück und werden Teil der Crew. Sie verleben eine entspannte, interessante und aufregende Zeit auf dem Schiff, bis auf einer längeren Überfahrt plötzlich ein Mitglied verschwindet. Dadurch zerbricht die tolle Atmosphäre an Bord. Besonders Lana möchte wissen, was genau passiert ist und traut niemandem mehr.

Die Geschichte wird aus Lanas Perspektive geschildert, wobei die Autorin ständig zwischen „damals“ und „jetzt“ hin- und herspringt. Dadurch wird eine gewisse Spannung erzeugt, denn erst nach und nach kommt alles ans Licht und die Zusammenhänge werden bekannt. Teilweise ist die Story etwas langatmig, aber es ist trotzdem interessant das große Ganze zu entdecken und zu verstehen, warum welche Figur handelt, wie sie es eben macht.

Die Autorin hat sich interessante Charaktere überlegt und ab und an durchaus eine überraschende Wendung eingebaut. Am Geschicktesten ist sie jedoch bei dem Wechsel in der Zeitebene vorgegangen. Das ist ihr wirklich sehr gut gelungen.

Gesprochen wird das Hörbuch von llena Gwisdalla. Die Sprecherin gefällt mir ausgesprochen gut. Sie schafft es jeder Figur eine Stimme zu verleihen und stets eine passende Atmosphäre zu erzeugen, ob nun das entspannte Leben auf der Jacht oder zwischenmenschliche Konflikte im Vordergrund stehen.

Fazit: Eine interessante Geschichte, die durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lebt. Ich wurde gut unterhalten, das i-Tüpfelchen zum 5-Sterne-Roman fehlte mir jedoch.

  • Audio: 5 CDs - ca 422 min
  • Verlag: audio media verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956390679
  • ISBN-13: 978-3956390678



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