Montag, 10. Oktober 2016

[Stefanies Rezension] Dorn, Wulf - Die Nacht gehört den Wölfen

Gastrezension von Stefanie


Trauriger Jugendroman mit unerwartetem Ende

 Zuerst einmal möchte ich sagen, dass das Cover von Wulf Dorns „Die Nacht gehört den Wölfen“ überarbeitet werden sollte, denn so würde ich es im Buchladen nicht aussuchen. Die Zeichnung kommt zwar ganz genau so im Buch vor, aber der Wolf mit den Haifischzähnen ist dennoch alles andere als ansprechend.

Der Roman selbst ist ein trauriges Buch, das viele Wiederholungen bringt und deshalb manchmal nicht so gut zu lesen ist, das aber doch sehr viele Spannungsmomente bietet und am Ende auch noch mit einer großen Überraschung aufwartet.

Zum Inhalt: Simon saß mit im Auto, als seine Eltern im Verkehrsunfall ums Leben kamen. Der nun fünfzehnjährige Teenager mit den autistischen Zügen leidet seitdem sehr, war in psychiatrischer Behandlung und lebt nun mehr schlecht als rech bei seiner Tante, die ihn ins Internat abschieben will. Sein Bruder Mike, der mit dem Unfall wesentlich besser klar kommt und der ihn aus mir unerfindlichen Gründen in jedem zweiten Satz „Kleiner“ nennt, was jeden Dialog sehr künstlich scheinen lässt, wohnt auch im gleichen Haus und lebt sein Leben auch recht normal weiter. Nur Simon, der auch alle paar Seiten betont, dass er zu den „Durchgeknallten“ gehört, bastelt sich seine eigene Welt und lernt dann auch ein Mädchen kennen...

Meine Meinung: Ich habe bereits angedeutet, dass manche Dinge im Buch einfach zu oft wiederholt werden, was ganz sicher auch im Hinblick auf das Ende so vom Autor intendiert war, aber für den Leser lästig wird. Viele Dialoge klingen künstlich, der Lesefluss wird dadurch oft gestört. So konnte ich mich lange mit dem Buch nicht recht anfreunden. Dann aber wird es langsam spannend, als mehrere Kriminalfälle ins Spiel kommen. Das Ende bringt dann mehrer Aha-Effekte und ist gut durchdacht. Ich habe mit mehreren Überraschungen gar nicht gerechnet und finde daher das Ende ziemlich gut.

Fazit: Der Protagonist Simon und auch der Schreibstil des Buches nerven zwischendurch wirklich. Außerdem ist aufgrund des ernsten Themas die Stimmung, die das Buch vermittelt, durchgehend sehr düster. Aber wenn man anfangs durchhält, kommt dann doch Spannung auf, die in einem Höhepunkt am Ende des Buches mündet. Weil mir also Teile des Buches nicht gut gefallen haben, andere dann aber wieder sehr gut waren, kann ich hier 4 Sterne vergeben. 


  • Broschiert: 464 Seiten
  • Verlag: cbt (26. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163970
  • ISBN-13: 978-3570163979
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Verlag:
    http://www.randomhouse.de/cbt/



Kommentare:

  1. ich fand das buch von anfang an nicht so wirklich ansprechen und toll-gut das ich es mal nicht geholt habe ;-)

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  2. Hallo Jennifer - eine echte Leseempfehlung würde ich auch nicht geben. Es ist okay, und das Ende reißt noch ein bisschen was raus. Auf dem großen Büchermarkt findet man sicher andere lesenswerte Bücher... Stefanie

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  3. Also, ich wollte nicht anonym sein, aber das erschien mir aus den Vorgaben die schnellste Lösung. Ich bin die Rezensionsverfasserin!

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