Dienstag, 22. November 2016

[Die Story hinter dem Buch] Lewis, Cat (Hrsg.) - Zimtsternküsse 2: Weihnachtliche Liebesgeschichten


heute:




 Lewis, Cat (Hrsg.) - Zimtsternküsse 2: Weihnachtliche Liebesgeschichten

 



Ein Zimtsternkuss ist etwas ganz Besonderes: zuckersüß, romantisch und wunderschön. Doch gerade für einen jungen Menschen ist es nicht immer leicht, den richtigen Partner zu finden und diesen Moment voller Glück erleben zu dürfen.

Im letzten Jahr erschien der erste Band der „Zimtsternküsse“ mit neun romantischen und nach Zimtsternen duftenden Kurzgeschichten von Stefanie Hasse, C. M. Singer, Stefanie Mühlsteph, Jennifer Jäger, Katharina Wolf, Stefanie Bender, Andrea Bielfeldt, Romana Grimm und Sina Müller.

Nach dem großen Erfolg des ersten Bandes erschien Anfang November der zweite Band von „Zimtsternküsse“. Darin nehmen uns neun weitere Autorinnen mit auf die weihnachtliche Suche nach der großen Liebe.
Mit dabei sind Melanie Hinz, Jo Berger, Anna Koschka, Laura Gambrinus, Violet Truelove, Aurelia Velten, Phoebe Ann Miller, Jenny Wood und Anastasia Donavan.

Zimtsternküsse – Von der Idee zum Buch

Der Markt war nicht immer so gut mit Weihnachtsbüchern bestückt wie in den letzten beiden Jahren. 2013 war ich noch auf der verzweifelten Suche nach Winterbüchern für junge Erwachsene, doch die Buchhändler konnten mir nicht weiterhelfen. Irgendwann kam mir die Idee, dass ich die Sache eben selbst in die Hand nehmen musste und stellte dem Amrûn Verlag ein Konzept für eine Weihnachtsanthologie mit dem Schwerpunkt „Young Adult“ vor. Die Idee kam gut an und ich erhielt grünes Licht für dieses Projekt.
Eine Anthologie besteht jedoch nicht nur aus einer Herausgeberin – die Autorensuche begann. Sie war zwar nicht immer einfach, hat mir aber umso mehr Spaß gemacht und ich durfte wunderbare und vor allem sehr talentierte Autorinnen kennenlernen.
Nachdem der Titel in Zusammenarbeit mit den Beteiligten festgelegt worden war, musste ein Cover her. Da ich damals noch recht unerfahren war, hatte ich keine Vorstellungen davon, was es heißt, einem Buch das passende Kleid zu verpassen. Claudia Toman von Traumstoff hat mich dabei professionell unterstützt und mittlerweile für beide Teile wundervolle Cover gezaubert, auf die ich sehr, sehr stolz bin.
Die letzten zwei Jahre kamen mir so vor, als sei das ganze Jahr über Weihnachten gewesen, da ich die beiden Zimtsternkuss-Teile geplant, organisiert, mitten im Hochsommer gelesen und anschließend lektoriert habe. Ich hatte sehr viel Spaß an der Durchführung, doch man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist, weswegen ich es bei zwei Teilen belassen werde. Aber ich bin sicher, dass sich in Zukunft noch weitere Projekte ergeben werden. ;)

geschrieben von
Cat Lewis





Anastasia Donavan über „Salep“
 

Als ich gefragt wurde, ob ich eine Kurzgeschichte für Zimtsternküsse 2 schreiben möchte, war ich so stolz und glücklich, dass ich zusagte. Wenig später meldete sich allerdings meine Dramaqueen zu Wort und ich dachte mir nur: „Hilfe!“. Ich habe erstens noch nie eine Kurzgeschichte geschrieben und zweitens noch nie eine Geschichte, die nicht bereits in meinem Herzen war. Ein Rückzieher kam jedoch nicht in Frage, also musste Inspiration her. In meinem Fall Musik, um genau zu sein der Soundtrack von Prinzessin Fantaghiro. Er erinnerte mich daran, wie ich früher mit meiner Familie Weihnachten feierte. Immer, bis auf das eine Jahr, und BOOM, da war sie, meine Geschichte. 

Salep ist inspiriert durch mein erstes und letztes Weihnachtsfest in der Türkei mit meinem jetzigen Ehemann. Wie immer, bevor ich anfange zu schreiben, stellte ich mir eine Playlist mit Songs zusammen, die nicht nur meine Ohren berühren, sondern meine Seele. Bei Salep waren das neben dem Soundtrack von Prinzessin Fantaghiro u. a. Songs von Tarkan, Rafet el Roman und Gentleman. Also keine typischen Weihnachtslieder. Generell bin ich kein Wintermensch und freue mich nicht übermäßig auf die Advents- und Weihnachtszeit. Im Gegenteil, ich finde es schlimm, ständig „Last Christmas“ zu hören und überall mit Weihnachten konfrontiert zu werden. Das Einzige, worauf ich mich jedes Jahr freue, sind die Zimtsterne, denn ich liebe das Gewürz und trinke das ganze Jahr über Zimt in meiner heißen Schokolade, oder meinem Espresso. Ebenso verwende ich es ständig zum Kochen und Backen. 

Trotz der Inspiration meiner eigenen Vergangenheit, meiner Playlist und einer großen Tasse Kaffee mit Zimt fiel es mir schwer, einen Anfang zu finden. Stundenlang schrieb ich, um es wieder zu löschen, bis ich mir schließlich Fotos von unserem damaligen Urlaub ansah. Ich erinnerte mich daran, wie es war, aus dem Flieger in Istanbul zu steigen und genau zu wissen, dass Weihnachten dieses Jahr ausfällt. In dem Moment wurde mir damals bewusst, wieviel es mir bedeutet, dieses Fest in Deutschland bei meinen Eltern und mit meiner Schwester zu feiern. Dass die ganze Vorweihnachtszeit mehr ist als hektische Menschen auf den Straßen und „Last Christmas“ im Radio. Es fiel mir schwer, mich darauf einzulassen, aber wie Pia in Salep war es damals meine freie Entscheidung gewesen, als mein Freund mir vorschlug, Weihnachten bei seinen Eltern und Verwandten in Istanbul zu verbringen. Die Erinnerung half mir, die ersten Sätze zu schreiben, die nicht der Deletetaste zum Opfer fielen und irgendwann merkte ich, dass es mir gelingt, nicht meine Geschichte aufzuschreiben, sondern die von Pia und Tuncay. Ich war happy, denn genau das war mein Ziel. Salep sollte nicht autobiografisch sein. Mein zweites Vorhaben war, keine typische Weihnachtsgeschichte zu schreiben. In Salep geht es nicht um Weihnachtsmärkte und Glühwein. Es geht um zwei junge Menschen, die sich lieben und die bereit sind, Kompromisse einzugehen. Um eine junge Frau, die erkennt, was der Sinn von Weihnachten ist und einen Mann, der zum ersten Mal mit Weihnachten in Berührung kommt. Die Geschichte handelt von der Liebe zweier Menschen aus zwei Kulturen, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben. Dabei gibt es so viele Parallelen und es geht um Istanbul. Eine einzigartige Stadt, in die ich mich seit meinem ersten Besuch verliebt habe. Ich schickte Salep kurz vor meinem jährlichen Flug in diese traumhafte Stadt an meinen Verleger und an Cat, aber natürlich begleitete mich die Geschichte von Pia und Tuncay auch in meinem Urlaub. Einige der Fotos, die ich dort aufgenommen habe, seht ihr hier und wer weiß, vielleicht möchtet ihr diese wundervolle Stadt und ihre Menschen kennenlernen. 


Deutsche Buchhandlung
© Anastasia Donavan

Hagia Sophia
© Anastasia Donavan

anoramabild mit Blauer Moschee und Hagia Sophia
© Anastasia Donavan

Taksimbahn
© Anastasia Donavan

Während ich in Istanbul noch entspannt war, erinnerte mich meine Dramaqueen gleich nach der Rückkehr an das Lektorat. „Da wird jemand Hackfleisch aus deiner Geschichte machen“. Ja, meine Dramaqueen ist nicht ohne und sie hatte Erfolg, denn den meisten von euch wird der Name Anastasia Donavan nichts sagen und ihr müsst auch gar nicht darüber nachdenken, ob ihr schon mal etwas von mir gelesen habt. Salep ist meine erste Publikation. Vor Salep habe ich letztes Jahr einige Manuskripte verfasst, aber keines davon ist bis jetzt publiziert worden. Ich bin jedoch an dieser Stelle so frei, euch darauf hinzuweisen, dass in naher Zukunft mein Erstlingswerk „Ain’t nobody“ erscheint. Bevor ich jetzt in Versuchung komme, euch mehr über Anna und Karim zu erzählen, mache ich einen Cut. Falls es euch interessiert, oder ihr mehr über meine Dramaqueen und mich wissen wollt, könnt ihr gerne auf meiner Facebook Autorenseite oder meiner Homepage vorbeischauen. Back to Salep :) Das Lektorat war komplett anders, als ich es mir vorstellte. Statt Hackfleisch zu machen, half mir meine Lektorin dabei, die Geschichte zu einem schönen Zimtstern zu backen. Hier ein Beispiel, bei dem ich lachend vor dem Laptop saß: „Das klingt nicht so ganz eroddisch :P“ Sie hatte Recht, denn „Ich knabbere an seiner Unterlippe“ klingt wesentlich schöner als „Ich ziehe mit meinen Zähnen an seiner Unterlippe“. 

Cay
© Anastasia Donavan

Eislaufbahn
© Anastasia Donavan

Salep ist meine erste und gleichzeitig letzte Kurzgeschichte, aber ich bereue es nicht eine Minute, zugesagt zu haben. Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, das Lektorat war lehrreich, aber hat Spaß gemacht und das Cover? Hey Ladys, das Cover ist einfach wundervoll. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

geschrieben von
Anastasia Donavan





Jenny Wood über "Sei mein Kompagnon"
 

Als ich über den Tellerrand geschubst wurde

Romantik und ich?

Das sind zwei Dinge, die irgendwie nicht zusammengehören. Direkt nach dem Krimi, der in meinen Augen eines der schwierigsten Genres ist. Erstrecht, wenn man die Auflage bekommt, ganz ohne Fantasy auszukommen. Viel schlimmer hätte es die Herausgeberin nicht machen können.

Ich meine, ich esse Elfenohren zum Frühstück, brauche Magie mehr als Harry Potter und habe schon so einige Drachen gezähmt. Egal, ob High Fantasy, Steampunk oder Mythologie – dort fühle ich mich Zuhause. Klar gibt es auch da mal die ein oder andere romantische Szene, aber ich habe bisher nie den Fokus drauf gelegt.

Bis jetzt. Bis Cat Lewis auf die Idee kam, ich solle eine Geschichte für Zimtsternküsse 2 schreiben. Ich lehnte ab, denn immerhin war es nicht mein Genre, und hielt die Angelegenheit damit für erledigt. Doch ich hatte die Rechnung ohne Cat gemacht, denn diese verbiss sich wie ein (liebevoller) Pitbull.

An dieser Stelle, verehrter Leser, sollten Sie sich nun epische Musik vorstellen, zur Untermalung von Cats Vortrag. Man muss über seinen Tellerrand hinausschauen! Etwas neues wagen! Sich beim Schreiben ausprobieren! Dem inneren Schweinehund stellen! All das betonte sie immer und immer wieder. Das Mantra brannte sich schmerzhaft ein und weckte meinen Ehrgeiz. Natürlich wollte ich beweisen, dass ich auch anders kann!


© Jenny Wood

Gelegentlich grübelte ich über den Plot. Ob es auch geekig sein dürfe? Natürlich! Aber bitte kein Abklatsch von Big Bang Theory. Und schon verselbstständigten sich die Ideen. Was war in meinem Nerdversum das Romantischste, das mir einfiel? Ich musste gar nicht lange suchen: Doctor Who! Fans der Serie wissen, was ich meine. Alle anderen überzeuge ich davon gerne in meiner Geschichte „Sei mein Kompagnon“, in der es darum geht, ob Gegensätze sich nun anziehen oder nicht.

Zu diesem Thema würde mich eure Meinung brennend interessieren! Wie seht ihr das? Muss man viel mit dem Partner gemeinsam haben oder ist es gerade spannend, wenn man von Grund auf verschieden ist? Mein Mann und ich haben viele Gemeinsamkeiten – vor allem unsere Liebe zur Literatur. Aber wir haben auch ganz unterschiedliche Interessen. Ich denke, eine gesunde Mischung macht es aus. Es ist super, wenn man etwas zusammen unternehmen kann, aber ich genieße es auch, wenn ich Zeit nur für mich habe. Und manchmal muss man sich halt überwinden und einfach mal was neues ausprobieren!

So wie ich mit dieser Geschichte. Mein Beweis, ich kann auch romantisch. Und obwohl ich zugeben muss, dass mir der Ausflug in dieses Genre wirklich großen Spaß gemacht hat, überlasse ich es lieber meinen zuckersüßen Schmonzettenmädels. Es ist aber nicht auszuschließen, dass ich es irgendwann noch mal versuche. Und wer weiß? Vielleicht schreibe ich auch eines Tages einen Krimi.

geschrieben von
Jenny Wood



  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (30. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692044
  • ISBN-13: 978-3958692046







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