Dienstag, 25. April 2017

[Die Story hinter dem Buch] Julia Corbin - Die Bestimmung des Bösen


heute:


Julia Corbin - Die Bestimmung des Bösen

 


Als begeistere Thrillerleserin wollte ich schon lange einen Thriller schreiben, nur die richtige Idee fehlte mir. Dann habe ich einen Fachartikel über die Genetik des Bösen gelesen und mich unweigerlich gefragt, wie es einem Menschen gehen muss, der befürchtet eine genetische Veranlagung zur Gewalttätigkeit zu haben. Will man so etwas überhaupt wissen? Wie verändert es einen? Und kann man sich dem Einfluss der Gene widersetzen?

Käfertaler Wald
© Julia Corbin

Meine Hauptfigur Alexis Hall, Kriminalkommissarin bei der Mannheimer Polizei, wurde schnell in meinen Gedanken lebendig. Sie trägt ein düsteres Geheimnis mit sich und muss sich mit den oben genannten Fragen auseinandersetzen, als die Schrecken ihrer Vergangenheit zurückkehren. An ihrer Seite steht Karen Hellstern, eine lebensfrohe Frau mit einem schauerlichen Beruf: Sie ist Kriminalbiologin.

Käfertaler Wald
© Julia Corbin

Ich habe Biologie studiert und mich schon immer für Insekten interessiert. Dadurch fiel es mir leicht, mich in dieses Fachgebiet einzuarbeiten und es machte auch noch riesigen Spaß (obwohl es manchmal sehr eklig ist). Meine Begeisterung schlug sich dann allerdings auch in dem Manuskript nieder, weshalb manche Abschnitte eher an Fachliteratur erinnerten, als an einen Spannungsroman. Dank meines Agenten und meiner wunderbaren Lektorin haben wir es aber auf ein erträgliches Maß reduziert. 

Reißinsel
© Julia Corbin

Die Handlung spielt in der Rhein-Neckar-Region, da ich dort studiert habe. Mir ist es wichtig, dass ich die Schauplätze authentisch beschreibe. Deshalb habe ich viele Wochenenden in Mannheim und Heidelberg verbracht. An einem sonnigen Wochenende waren wir zur Recherche mit unseren Hunden (die beiden sind nach so einem Tag dermaßen müde, dass sie zuhause regelrecht in ihre Körbchen fallen) an der Reißinsel. Dort musste ich leider feststellen, dass ich ein paar Sachen falsch in Erinnerung hatte und auch Google Maps hatte mir nicht die ganze Wahrheit verraten. Damit stand ich dann vor dem Problem: Wie bekommt man eine Leiche unbemerkt auf die Halbinsel?

hundemüde
© Julia Corbin

Reißinsel
© Julia Corbin
Während wir über diverse Optionen zum Leichentransport diskutierend am Kanal standen, warfen uns Spaziergänge äußerst seltsame Blicke zu. Erstaunlich, dass keiner die Polizei rief.

An einem anderen Wochenende erkundeten wir das Gebiet unter einer Autobahnbrücke (bei der Recherche für den zweiten Teil), als ein Polizeiauto begann, regelmäßig die Feldwege zu patrouillieren. Vielleicht hatte dieses Mal tatsächlich jemand die Polizei verständigt. ;)

Trotzdem macht mir die Recherchearbeit jedes Mal viel Spaß und ich bin schon gespannt, was für tolle Orte ich noch entdecken werde.

Ich wünsche auf jeden Fall allen Leserinnen und Lesern ein spannendes Leseerlebnis und freue mich sehr über Rückmeldungen. Gerne an meine E-Mail-Adresse: corbin@julia-corbin.de.


geschrieben von
Julia Corbin



  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453359348
  • ISBN-13: 978-3453359345




Liebe Grüße,
Claudia

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