Dienstag, 23. Mai 2017

[Die Story hinter dem Buch] Andreas Föhr - Schwarzwasser


heute:



Andreas Föhr - Schwarzwasser

 




Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle meinen Anwaltskrimi „Eisenberg“ vorgestellt. Dieses Mal ist es wieder ein Tegernsee-Krimi mit den Polizeiprotagonisten Wallner und Kreuthner – „Schwarzwasser“. Mit meinem Verlag (Droemer Knaur) habe ich vereinbart, dass es im jährlichen Wechsel immer einen Wallner/Kreuthner und einen Eisenberg geben wird.

Worum geht´s?

In einem abgelegenen Haus findet man die Leiche eines älteren Mannes (Klaus Wartberg). Er wurde in seinem Bett erschossen. Im Haus trifft die Polizei auch auf eine junge Frau (Lara Evers). Sie hat die Tatwaffe in der Hand und feuert sogar einen Schuss auf Kreuthner ab. Evers ist verwirrt und weiß nicht mehr, was passiert ist – oder behauptet das jedenfalls. Anscheinend hat sie Wartberg getötet. Die Frage ist: warum?

Und noch etwas erweist sich als äußerst merkwürdig: Der Tote selbst. Wartberg scheint kein Vorleben gehabt zu haben. Er tauchte vor etwa 10 Jahren wie aus dem Nichts im Landkreis auf, kaufte das Haus und lebte seitdem als unauffälliger Bürger. Es gibt aber weder Verwandte noch Freunde. Der Mann hat auch nicht studiert und in keine Rentenkasse eingezahlt. Als Wallner der Sache auf den Grund geht, stellt sich heraus, dass ein Klaus Wartberg nie existiert hat. Das Mordopfer war jemand anderer. Aber wer? Und warum nahm er eine falsche Identität an?

Die Ermittlungen führen Wallner und seine Leute zurück in das Jahr 1996 zu einem Wirtschaftsskandal in Berlin. Damals ging die Immobilienfirma Schwarzwasser auf spektakuläre Weise bankrott.

Daneben gibt es natürlich auch eine Menge Neues von Kreuthner und Wallners Opa Manfred. Und – Wallners Vater Ralf kommt zurück in die Heimat, fast vierzig Jahre nach seinem Verschwinden.


Warum diese Geschichte?

Was den privaten Strang mit Wallners Vater angeht, so fand ich es im siebten Band der Reihe an der Zeit, dass sich Vater und Sohn endlich begegnen. Wallners Vater Ralf war 1977 auf Montage nach Venezuela gereist und seither hat man nichts mehr von ihm gehört. Zu der Zeit war Wallner acht Jahre alt. Erst 2014 in „Wolfsschlucht“ erfährt Wallner auf Umwegen, dass sein Vater noch lebt, aber offenbar keinen Kontakt mit dem Rest der Familie haben will. Ich war selbst gespannt, was bei diesem Zusammentreffen passieren würde. Was sagst du zu deinem Vater, der vor fast vierzig Jahren einfach aus deinem Leben verschwunden ist? Und was war der Grund für das Verschwinden?

Genauso spannend fand ich die Vorstellung, einen Toten zu finden, den es eigentlich gar nicht gibt. Jemanden, der eine andere Identität angenommen hat, und die Polizei muss erst herausfinden, wer der Tote in Wirklichkeit war. Diese wahre Identität wird natürlich der Schlüssel zur Lösung des Falles sein. Auch in Schwarzwasser gibt es, wie oft in meinen Büchern, eine ausführliche Backstory. Vorliegend geht es um einen Anwalt im Berlin des Jahres 1996, der sich mit einem Kriminellen enger einlässt, als er sollte. Als der Anwalt die Notbremse zieht, ist es zu spät. Hier kommt ein bisschen Autobiographisches zum Tragen. Nicht dass ich mich in meinem Leben als Anwalt mit Verbrechern eingelassen hätte (obwohl der Hauptmandant der Kanzlei tatsächlich später für mehrere Jahre ins Gefängnis musste). Aber man ist sich als Anwalt natürlich dessen bewusst, dass man es nicht nur mit braven Normalbürgern zu tun hat. Vor allem als Strafverteidiger nicht. Da besteht das Gros deiner Klientel naturgemäß aus Kriminellen. Es ist oft ein Balanceakt, die Interessen dieser Mandanten zu vertreten, ohne in ihre Machenschaften hineingezogen zu werden. Selbst in Zivilverfahren war ich da manchmal schon hat an der Grenze. Wäre ich Anwalt geblieben – wer weiß, ich welche Gewissenkonflikte ich noch geraten wäre. Der Anwalt in Schwarzwasser gerät freilich nicht nur in Gewissenskonflikte, sondern ihm droht die berufliche und physische Vernichtung. Das ist die normale anwaltliche Konfliktsituation ins Extreme weitergedacht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es ähnliche Fälle durchaus gibt.

Ich hoffe, meine Leser werden wieder einige spannende (und auch lustige) Stunden mit Wallner, Kreuthner, Manfred & Co. verleben. Inzwischen sitze ich schon mal am zweiten „Eisenberg“.

geschrieben von
Andreas Föhr



  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426654210
  • ISBN-13: 978-3426654217





Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 20. Mai 2017

[Stefanies Rezension] Healey, Emma - Elizabeth wird vermisst

Gastrezension von Stefanie


Sehr authentisch

Emma Healey, die Autorin von „Elizabeth wird vermisst“ muss wohl selbst mit einer dementen Mutter oder anderen Person zusammengelebt haben. Ein solcher Roman wäre ihr sonst vermutlich nicht gelungen. Ihr Roman sollte von allen gelesen werden, die mit dementen Personen zu tun haben, denn er hilft ganz sicher, Demenz und Demenzkranke besser zu verstehen.

Ich habe das Hörbuch von „Elizabeth wird vermisst“, erschienen im Lübbe Audio Verlag als gekürzte Lesung und gelesen von Katharina Thalbach, gehört und werde somit auch das Hörbuch bewerten. Dazu sei vorab zu sagen, dass die Sprecherin, die eindeutig die Stimme einer älteren Dame hat, das Hörbuch sehr treffend und glaubhaft liest. Oft ist die Verzweiflung einer dementen Frau, der keiner glaubt und die ihre eigenen Probleme hat, genau zu spüren. Das Hörbuch gefällt mir daher sehr gut.

Zum Inhalt: Maud ist dement. Sie kann nicht mehr allein wohnen und wohnt nun bei ihrer Schwester. Die Veränderungen kann Maud nicht verstehen, und verstehen kann sie auch nicht, dass ihre beste Freundin Elizabeth spurlos verschwunden ist. Sogar eine Suchanzeige gibt Maud daher auf. Während die demente, liebenswürdige alte Dame jeden Tag Pfirsichkonserven kauft, erinnert sie sich auch an ihre Schwester, die vor langer Zeit verschwunden zu sein scheint, und immer sucht sie Elizabeth...

Das Buch hilft, die Denkweisen und die Verzweiflung dementer Menschen zu verstehen. Wer sich oft fragt, was in ihnen vorgeht, der scheint hier Antworten zu bekommen. Man kann wirklich mit Maud empfinden, was sie so handeln lässt, wie sie es tut, warum sie immer das Gleiche kauft, warum sie verloren geht... Jeder, der demente Menschen kennt, kann Maud verstehen oder versehen lernen. Die Autorin hat die Demenz so authentisch eingefangen, dass es nur wahrscheinlich ist, dass sie lange mit einer dementen Person Umgang hatte oder noch hat.

Insgesamt ist durch die Endlosschleife des Suchens nach Elizabeth sowie die etwas wirre Sichtweise von Maud aber der Handlungsverlauf etwas eintönig. Am Schluss gibt es noch gute Wendungen, aber vorher zieht sich die Verzweiflung der Protagonistin doch etwas in die Länge. Es ist mehr als nachvollziehbar, dass ein Leben mit Demenz und mit Dementen ganz genau so abläuft, und es ist eine Meisterleistung, wie die Autorin diese Krankheit hier beschrieben und verständlich gemacht hat, indem sie die Demente hier sprechen lässt, aber für den Zuhörer zieht sich der Handlungsverlauf dadurch etwas.

Fazit: Ich habe selbst schon mit Dementen zu tun gehabt und bin daher sehr dankbar für dieses Hörbuch. Ich denke außerdem, dass hier ein gutes und wichtiges Werk entstanden ist. Wie die Krankheit selbst ist aber der Handlungsverlauf oft lang und natürlich auch etwas wirr. Ich hätte mir dieses Hörbuch, das bereits gekürzt ist, etwas kürzer gewünscht. Daher gibt es einen Stern Abzug.

  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio) (13. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785749376
  • ISBN-13: 978-3785749371
  • Verlag:

Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 18. Mai 2017

[Trailer-Thursday] Hendrik Berg - Küstenfluch


Hallo ihr Lieben,

heute habe ich euch einen Buchtrailer zu diesem Roman mitgebracht:


  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442485568
  • ISBN-13: 978-3442485567




Viel Spaß beim Schauen!


Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 17. Mai 2017

[Rezension] Barr, Emily - Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Flora ist siebzehn Jahre und leidet seit ihrem zehnten Lebensjahr unter Amnesie. Sie kann sich noch an Dinge vor dem Unfall erinnern, aber ihr Kurzzeitgedächtnis verliert sie alle paar Stunden. Sie versucht mit einem Notizbuch, vielen Post-its und Notizen auf ihren Händen durchs Leben zu kommen, aber sie leidet darunter, dass sie keine neuen Erinnerungen besitzt. Das ändert sich, als sie auf einer Party einen Jungen küsst. Diesen hat sie nicht vergessen, aber leider ist er am nächsten Tag in die Arktis geflogen. Sie möchte ihn unbedingt wiedersehen, denn er hat etwas in ihr ausgelöst, was sie seit sieben Jahren nicht erlebt hat - eine neue Erinnerung wurde gespeichert. Also begibt sich Flora auf eine Abenteuerreise.

Der Roman hat mich zwiegespalten. Es gab Dinge, die fand ich ganz toll, andere wiederum haben dazu geführt, dass ich für das Buch fast zwei Wochen zum Lesen gebraucht habe.

Das Beste am Roman ist meiner Meinung nach die Protagonistin Flora Banks. Authentisch präsentiert die Autorin, wie Flora lebt, wie es sich für sie anfühlt, wenn ihr Gehirn immer wieder zurückgesetzt wird, wie sie auf Veränderungen reagiert, an die sie sich nicht erinnern kann, und dass sie sich immer noch wie ein zehnjähriges Mädchen fühlt. Auch die Reaktion auf ihre neue Erinnerung war glaubhaft, auch wenn die Reise ans Ende der Welt schon sehr viel Mut erfordert. Aber genau das ist Flora: mutig. Eigentlich müsste sie verängstigt und eingeschüchtert sein, aber sie hat Lust die Welt zu entdecken und versucht alles, um den Jungen zu finden, der etwas in ihrem Gehirn ausgelöst hat. Sie möchte ihr Leben selbst bestimmen und nicht von der Krankheit dominieren lassen.

Ich kann nicht sagen, ob ich den Schreibstil mochte oder nicht. Die Autorin arbeitet mit vielen kurzen Sätzen und muss sich ständig wiederholen, da die Handlung in der Ich-Form erzählt wird und man als Leser somit jedes Gehirn-Reset mitbekommt und Flora dabei beobachtet, wie sie erneut Informationen sammelt, die sie verloren hat. Durch die Art erhält man wirklich ein Gefühl dafür, wie Flora sich fühlen muss. Manchmal ist es jedoch auch etwas anstrengend, da sich eben sehr vieles wiederholt.

Auch die Handlung hat mich hin- und hergerissen. Es gab Passagen, die ich total klasse fand, dann aber wieder Teile, die mir nicht zugesagt haben. Die erste Auflösung fand ich zum Beispiel nicht so toll, aber dann hat mich die Autorin am Ende noch überrascht und dieses fand ich dann wiederum spannend und gut gelöst.

Fazit: Mit diesem Buch war es wirklich ein Hin und Her. Ich habe Flora lieb gewonnen, auch wenn mir nicht alles am Roman zugesagt hat. Ich vergebe daher 3,5 Sterne, die ich ganz, ganz knapp noch auf 4 Sterne aufrunde.

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (23. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 384144007X
  • ISBN-13: 978-3841440075
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Verlag:


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 16. Mai 2017

[Die Story hinter dem Buch] Sophie Bonnet - Provenzalisches Feuer


heute:



Sophie Bonnet - Provenzalisches Feuer

 



„Provenzalisches Feuer“ ist der vierte Band der Serie um Ermittler Pierre Durand. In seinem neuesten Fall werden zwei Menschen ermordet, ein Autor und ein Journalist, die einen tiefen Einblick in die okzitanische Unabhängigkeitsbewegung hatten.

Das Thema Okzitanien ist mir vor zwei Jahren wortwörtlich ins Auge gesprungen, während einer Recherchereise zu seinem Vorgängerband.


Am Anfang stand ein Schild

© Sophie Bonnet
Ich war gerade in der Provence, um mich in den Seifenfabriken und Lavendeldestillerien über die Hintergründe zur Herstellung der berühmten Savon de Marseille zu informieren, die Schwerpunkt des dritten Bandes „Provenzalische Intrige“ ist. Dabei wohnte ich in der Nähe von Saint-Rémy-de-Provence, einer pittoresken Kleinstadt am Fuß der Alpillen. Während meiner Spaziergänge durch den Ort fiel mir ein gelbrotes Schild auf, auf dem der okzitanische Straßenname abgebildet war. Da ich immer auf der Suche nach geeigneten Motiven für meine Lesungen bin, machte ich ein Foto und vergaß es dann wieder. Erst bei der Sichtung des Bildmaterials fiel es mir erneut ins Auge. Ich wusste, wie schwer es die Minderheitensprachen in Frankreich haben, und wie hartnäckig sich die Kommunen gegen ein Vergessen sträuben. Seit der französischen Revolution im Jahr 1789 versucht der französische Staat, sämtliche Dialekte aus dem öffentlichen Leben zu vertreiben. Einzige Amtssprache ist das Französisch, als Zeichen der nationalen Einheit. Das Okzitanische (zu dem auch das Provenzalische gehört), Elsässische, Bretonische, Katalanische und Baskische drohten auszusterben. Bis sich Teile der Bevölkerung auflehnten und gegen die Unterdrückung zur Wehr setzten.


Die okzitanische Hymne „Se canta“

© Wikipedia
Ich erinnerte mich an ein Video, das ich vor zwei Jahren gesehen hatte. Es ist die Aufzeichnung der okzitanischen Hymne, unterlegt mit verwackelten Bildern demonstrierender Menschen mit rotgelben Fahnen. Eingestellt von einem Mann, der für die okzitanische Unabhängigkeit kämpft. Einer Bewegung, die mit den Abspaltungsbestrebungen Kataloniens an Fahrt aufnimmt und längst auch die Provence erfasst hat. Auch kulturelle Veranstaltungen erleben seit einigen Jahren einen neuen Zulauf – von den traditionellen Feux de la Saint-Jean bis hin zu Festivals mit okzitanischen Rockbands. Und plötzlich wusste ich, wie ich den Plot gestalten wollte, die Idee zum Buch „Provenzalisches Feuer“ war geboren!


Was hat Okzitanien mit der Provence zu tun?

Okzitanien bezeichnet einen historischen Sprach- und Kulturraum im Süden Frankreichs. Er reicht von Katalonien über die Provence bis in das Piemont hinein und ist damit um ein Vielfaches größer als die gleichnamige, 2016 neu gebildete Verwaltungsregion. In der Provence entstand 1854 der erste Widerstand gegen die Unterdrückung der Sprachkultur. Der Literat und Nobelpreisträger Frédéric Mistral gründete gemeinsam mit sechs Kollegen die Félibrige. Ihr Ziel war es, die vielen okzitanischen Dialekte zu einer Literatursprache, dem Provençal, zu vereinen und zu neuer Bedeutung zu verhelfen. Diese Vereinigung gibt es noch heute. Gemeinsam mit dem Institut d’Estudis Occitans bildet sie die Basis der okzitanischen Sprachbewegung.

für eine größere Ansicht bitte anklicken
© Sophie Bonnet


Was bleibt

Die Recherchen zu Pierre Durands vierten Fall haben mir neue Einblicke in die provenzalische Seele gebracht. Seither sehe ich den Begriff „Identität“ mit neuen Augen. Ich habe gelernt, dass es illusorisch ist, kulturelle und sprachliche Identitäten ignorieren zu wollen, da diese Teil des Selbstbewusstseins sind, in jeder Kultur dieser Welt.

Natürlich gibt es in diesem Band auch einige heitere Themen. Köchin Charlotte steht vor der Eröffnung ihrer Epicérie, Assistent Luc ergießt sich in Templergeschichten und die älteren Bewohner von Sainte-Valérie planen eine kleine Revolution. Und auch die herrliche Landschaft spielt wieder eine ganz besondere Rolle – Pierres Recherchen führen durch den Luberon bis zu den Alpillen.

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern eine unterhaltsame Reise in das alte Okzitanien und viel Vergnügen mit Pierres viertem Fall!

Herzlich,
Sophie Bonnet


  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (22. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 376450613X
  • ISBN-13: 978-3764506131





Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 14. Mai 2017

[Stefanies Rezension] Koch, Krischan - Flucht übers Watt

Gastrezension von Stefanie


Es ist leider nicht Thies Detlefsen

Nachdem ich begeistert alle Nordsee-Krimi-Hörbücher von Krischan Koch um den klischeebehafteten Polizisten Thies Detlefsen gehört habe, hatte ich mich sehr auf das Nachfolgehörbuch „Flucht übers Watt“ von Krischan Koch gefreut. Tatsächlich ist das Hörbuch, das gerade im DAV (der Audio-Verlag) erschien, jedoch ein Hörbuch zu Kochs gleichnamigem Debütroman. Das Hörbuch ist erschienen als mp3-CD mit fast 8 Stunden Spieldauer und wird gelesen von Jürgen Holdorf.


Harry Oldenburg ist ein begnadeter Kunstdieb und Kunstfälscher. Es gelingt ihm fast mit Leichtigkeit, einige Noldes aus dem berühmten Nolde-Museum in Seebüll zu entwenden, u.a. auch die berühmten „Feriengäste“. Aber seinen besten Freunden, die dem illegalen Geschäft ebenso zugetan sind, entgeht Harrys Coup nicht. Harry flüchtet nach Amrum, findet ein tolles Versteck frü die drei Damen und den Mann mit der Schirmmütze, muss das Bild aber schließlich zurück lassen. 18 Jahre später möchte er sein Werk vollenden, und er hat seine amerikanische Freundin und Komplizin mitgebracht. Aber „Die Feriengäste“ sind nicht mehr dort, wo Harry sie zurückgelassen hat...

Das Hörbuch ist amüsant und kurzweilig und gut hörbar, aber es bleibt ohne Höhen und Tiefen. Es gibt ein paar Morde, und es ist ganz witzig, wie Harry immer wieder mit mehr Glück als Verstand seinen Weg geht. Vergleiche ich aber mit Thies Detlefsen aus der anderen Nordsee-Reihe von Krischan Koch, so liegt „Flucht übers Watt“ um Längen zurück, da es nicht mit dem Humor der anderen Reihe mithalten kann, aber als normaler Krimi dann vielleicht doch zu wenig Spannung aufweist. Wäre es ein Folgebuch von der Detlefsen-Reihe, so wäre ich enttäuscht. Als Debütroman von Krischan Koch kann man „Flucht übers Watt“ aber gelten lassen.

Fazit: Hier ist ein gut gelesenes, kurzweiliges Hörbuch entstanden, das aber keine Besonderheiten aufweist. Es ist wirklich ganz gut, aber man muss es nicht gehört haben. Wenn der zweite Roman um Harry Oldenburg als Hörbuch umgesetzt wird, würde ich es auf jeden Fall hören wollen, vor allem auch, um zu sehen, wie sich Harry entwickelt hat. Wer aber Krischan Koch noch nicht kennt, sollte lieber anfangen mit „Rote Grütze mit Schuss“.

  • MP3: 1 CD - 7h 58min
  • Verlag: Der Audio Verlag (7. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386231989X
  • ISBN-13: 978-3862319893
  • Verlag:
    http://www.der-audio-verlag.de/


Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 13. Mai 2017

[Neuerscheinungen] Juni 2017


für den Monat

Juni

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (06) Schwarzwasser
Musso, Guillaume - Das Mädchen aus Brooklyn
Herrmann, Jutta Maria - Amnesia
Marie Matisek -  Mirabellensommer
Nicole Steyer - Die Gaukler und die Tänzerin
 Winslow, Don - Corruption
Coben, Harlan - Mickey Bolitar ermittelt: Das dunkle Haus
Berg, Ellen - Ich schenk dir die Hölle auf Erden: (K)ein Trennungs-Roman
Morgan, Sarah - Ein Sommergarten in Manhattan
Ohlsson, Kristina - (Martin Benner (02) Bruderlüge
Beck, Zoë - Die Lieferantin
Clarke, Lucy - Die Bucht, die im Mondlicht versank


Auf welchen Roman freut ihr euch am meisten?

Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 11. Mai 2017

[Trailer-Thursday] John Katzenbach - Die Grausamen


Hallo ihr Lieben,

heute habe ich euch einen Buchtrailer zu diesem Roman mitgebracht:


  • Broschiert: 576 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (3. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426306034
  • ISBN-13: 978-3426306031




Viel Spaß beim Schauen!



Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 10. Mai 2017

[Rezension] Reinwarth, Alexandra - Am Arsch vorbei geht auch ein Weg

Ob Bekannte, Kollegen, zahlreiche Whatsappgruppen oder Pflichtveranstaltungen - es gibt unglaublich viel, was einen nerven kann und zwar immer und immer wieder. Wie schön wäre es, wenn einem diese Dinge einfach am Arsch vorbeigehen würden. Klingt traumhaft, ist aber nicht so einfach. Deshalb hat Alexandra Reinwarth ein Buch darüber geschrieben, denn das Leben kann so viel entspannter sein.


Ich habe mir das Hörbuch geholt, da ich von Natur aus ein Mensch bin, dem nichts am Arsch vorbei geht und auch, wenn ich das persönlich als charakterliche Stärke empfinde, ist es manchmal ganz schön anstrengend. Daher habe ich mir ein paar Tipps gewünscht, wie man das "am Arsch vorbeigehen lassen" lernen kann.

Reinwarth präsentiert zahlreiche Situationen/Personen, die ihr mittlerweile am Arsch vorbei gehen, da wären z.B. die Bikinifigur, unerwünschte Geschenke der Familie oder Ratschläge und Pläne. Manche dieser vielfältigen Themen gehen mir persönlich nicht am Allerwertesten vorbei, aber man muss Reinwarths Liste ja auch nicht 1:1 übernehmen. Vieles habe ich aber nachvollziehen können und fand auch, dass mir diese Dinge eigentlich egal sein sollten.

Ich fand das Hörbuch größtenteils sehr unterhaltsam, einige Male musste ich sogar laut auflachen. Ich bin jedoch auch sicher, dass ich das Buch/die Printausgabe nicht so ansprechend gefunden hätte - das Hörbuch war genau die richtige Wahl für mich.

Es gibt leider nur zwei Arten, die Reinwarth vorschlägt, wie man es lernen kann sich Dinge am A*** vorbeigehen zu lassen. Da hätte ich mir gerne mehr Tipps gewünscht. Den Großteil des Buches machen die Dinge aus, die für die Autorin einfach nicht mehr wichtig genug sind, um sich drum zu scheren. Das ist zwar humorvoll und bietet Anregungen, aber dadurch fungiert das Buch nicht als Ratgeber.

Fazit: Der Ansatz ist toll, denn man sollte seine Lebenszeit nur mit Dingen verbringen, die einem wichtig sind und anderes einfach am Arsch vorbeiziehen lassen. Die gewählten Beispiele der Autorin sind oft nachvollziehbar und werden humorvoll präsentiert. Lediglich für die Umsetzung im eigenen Leben hätte ich mir ein paar Tipps mehr gewünscht. Ich werde mich das Hörbuch sicherlich noch einmal anhören in der Hoffnung, dass mehr hängen bleibt.

  • Audio: 4 CDs - ca. 265 Min
  • Verlag: mvg Verlag (13. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868828044
  • ISBN-13: 978-3868828047
  • Verlag:
    https://www.m-vg.de/riva/shop/home/


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 9. Mai 2017

[Die Story hinter dem Buch] Heidi Rehn - Das Haus der schönen Dinge


heute:



Heidi Rehn - Das Haus der schönen Dinge

 



Nun darf ich euch schon zum dritten Mal für Claudias wunderbares „Bücherregal“ die Story hinter einem meiner Bücher erzählen. Dafür wieder ein dickes Dankeschön an Claudia!

Dieses Mal ist es „Das Haus der schönen Dinge“, das für mich eigentlich nur mein „Kaufhausroman“ heißt. Um ein solches geht es nämlich, genau genommen um eine jüdische Kaufhausdynastie in München zwischen Prinzregentenzeit und Zeit des Nationalsozialismus. 

Die Geschichte „meines“ Hirschvogls und ihr Kaufhaus am Rindermarkt, im Herzen Münchens, gleich ums Eck vom Marienplatz und dem Rathaus ist zwar frei erfunden, aber sie orientiert sich an der wahren Geschichte mehrerer jüdischer Kaufmannsfamilien, die zu jener Zeit in München mit ihren Kauf- und Warenhäusern ansässig waren, ganz nach dem Motto „erzählen, wie es gewesen sein könnte“. Deshalb schildere ich euch hier kurz, wie ich überhaupt dazu gekommen bin und was der historische Hintergrund der Geschichte ist.

Hirschvogl-Emblem © Michaela Lichtblau

Ich bin ein geborenes „Landei“, aufgewachsen in einem Dorf, das zu einer Kleinstadt am Rhein gehört. Ganz genau erinnere ich mich noch an meinen ersten Besuch in München. Damals war ich höchstens zehn und bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen, als wir den Hertie (heute Karstadt) am Münchner Bahnhofsplatz besuchten. Ein Warenhaus über mehrere Etagen! Mit freischwebenden Rolltreppen im riesigen Lichthof! Und einem Warenangebot, das einem der Mund vor Staunen offen stehen blieb: Socken, Stifte, Bücher, Lebensmittel, Klamotten, Geschirr, Spielzeug, und, und, und… So etwas kannte ich damals noch nicht – lediglich den zweigeschossigen Kaufhof in der nächstgrößeren Stadt. Aber der war eine winzige Klitsche dagegen.

Au Bon Marché in Paris © Alexander Rehn

Ähnlich wie mir muss es auch den Menschen Mitte des 19. Jahrhunderts ergangen sein, als in Paris mit dem Au Bon Marché oder in London mit Harrod´s oder Liberty´s die ersten großen Warenhäuser eröffneten. So etwas hatte es zuvor nie gegeben. Neu war vor allem: Man durfte in diese Kaufhäuser einfach hineingehen, ohne Eintritt zu bezahlen (wie das zuvor etwa in den Grand Bazars in Paris üblich gewesen war), durfte das Warenangebot bestaunen, ohne etwas kaufen zu müssen, und entdeckte an jedem einzelnen Stück einen feststehenden Preis. Im Gegenzug wurde bei Kauf Barzahlung verlangt, auch war kein Feilschen möglich, denn die Preise lagen eindeutig fest. Dafür gab es Sonderpreisaktionen oder Rabatte sowie bald auch saisonbedingte Angebote. Die Revolution des Einkaufens begann! Das sind die Grundlagen dessen, was wir bis heute mit „Shoppen“ verbinden und natürlich auch genießen. Und genau das wollte ich für München einmal schildern, denn München ist bekanntermaßen trotz 1,5 Mio Einwohnern nach wie vor ein Dorf und hat dennoch immer schon versucht, eine Großstadt mit all ihren Raffinessen zu sein. Deshalb gründet „mein“ Jacob Hirschvogl mit seiner Thea auch mitten in der Stadt ein Warenhaus, das es mit den großen Vorbildern in Paris und London aufnehmen soll und zugleich doch immer ein „Kaufhaus von Münchnern für Münchner“ bleiben soll.

Kaufhaus Barrasch in Breslau, bauliches Vorbild „meines“ Hirschvogls
© Alexander Rehn

Es dauerte nicht lange, bis auch in Deutschland die ersten Kauf- und Warenhäuser nach dem Muster aus Paris und London entstanden. Berühmt sind vor allem die Familien Tietz, Wertheim und Schocken geworden, die in mehreren Städten Filialen eröffneten und auch die Unternehmen Kaufhof und Karstadt gründeten. Daneben gab es natürlich zahlreiche Lokalmatadoren, die mit einem einzigen großen Haus in ihrer Stadt für Furore sorgten. In Berlin etwa das KadeWe und in München Heinrich Uhlfelder im Rosental, Roman Mayr und Ludwig Beck am Marienplatz sowie Isidor Bach (heute Konen) in der Sendlinger Straße. Selbst Hermann Tietz hatte sein erstes großes Warenhaus in München (und nicht in Berlin) – am Bahnhofsplatz, wo es bis heute steht und inzwischen als Karstadt firmiert.

Ganz egal, ob klein oder groß, regional oder überregional: Wie schon die Vorbilder vor allem in Paris prägten diese Kaufhäuser die Einkaufskultur nachhaltig. Hermann Tietz etwa und sein Neffe und zugleich auch Adoptivsohn Oscar erwiesen sich als wahre Marketing-Genies. Zum einen verstanden sie es, beispielsweise die Advents- und Weihnachtszeit zu einem Höhepunkt des Einkaufens zu machen. Das Haus wurde von oben bis unten weihnachtlich dekoriert, es gab Sonderverkaufsflächen für Spielzeug, Luftballons für die Kinder, Blumen für die weibliche Kundschaft, Rauch- und Lesezonen für die Herren, die auf ihre einkaufsbegeisterten Damen warteten. Die ruhigere Nachweihnachtszeit belebten sie dann etwa mit den „weißen Wochen“, in denen es vor allem weiße Wäsche, weißes Geschirr u.v.m. zu Sonderpreisen gab. Daneben machten sie den Münchnern etwa die damals noch sehr exotischen Tomaten schmackhaft, ließen sie waggonweise aus Italien heranschaffen, um die Kundschaft dank niedriger Preise zum Kauf zu verlocken und an das neue Gemüse zu gewöhnen. Fortan war es von den Speisezetteln nicht mehr wegzudenken.

Eröffnungsanzeige des „neuen“ Hirschvogl © Michaela Lichtblau

Die meisten der Kaufhausunternehmen in Deutschland befanden sich ganz oder mehrheitlich im Besitz jüdischer Eigentümer. Das führte schon bald dazu, dass die Kritik an solchen „Großbetrieben“ in antisemitischen Angriffen gipfelte. Man warf den Besitzern vor, mit ihren riesigen Warenhauspalästen die ansässigen kleinen Geschäfte zu verdrängen, weil sie eine größere Auswahl an Waren zu natürlich besseren Preise bieten würden. Weil sie außerdem große Warenmengen zu für sie günstigen Bedingungen bei den Lieferanten bestellten, würden sie angeblich auch die Lieferanten und letztlich die Hersteller unter Druck setzen. Überhaupt sei die internationale Verflechtung der jüdischen Kaufleute schädlich, denn, so hieß es weiter, damit beherrschten sie im In- und Ausland den gesamten Markt und saugten den Kunden das Geld aus der Tasche. Sehr früh schon wurde deshalb etwa eine gesonderte „Warenhaussteuer“ erhoben, die den Gewinn dieser Geschäftsform schmälern sollte und sich vorrangig an die überwiegend in jüdischer Hand befindlichen Unternehmen richtete. 

Ab dem Ersten Weltkrieg verstärkte sich der Antisemitismus und führte in München schon in den Zwanziger Jahren zu ersten Ausweisungsaktionen (1920 und 1923) gegen (ost-)jüdische Bürger. Den Kauf- und Warenhausbesitzern warf man neben der Verdrängung kleiner, nicht-jüdischer Geschäfte jetzt ganz offen gewissenloses Gewinnstreben vor. Die Nazis forderten eine komplette Zerschlagung der Warenhäuser und gründeten dazu einen „Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand“, der den Einzelhandel stärken sollte. 

Mit Beginn der Machtergreifung durch Hitler und die NSDAP 1933 setzten binnen weniger Wochen massive Boykottaktionen und zahlreiche Restriktionen gegen jüdische Geschäfte und Kaufhäuser ein. Interessanterweise aber wurde zur selben Zeit der nationalsozialistische „Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand“ aufgelöst. Die braunen Machthaber hatten schnell erkannt, welch wirtschaftliche Bedeutung vor allem die großen Warenhausunternehmen für Deutschland besaßen. Sie schufen Arbeitsplätze, sicherten die Versorgung der Bevölkerung und gewährleisteten dank ihrer internationalen Geschäftskontakte, dass das Misstrauen gegen Hitler-Deutschland im Ausland nicht zu schnell wuchs. Statt die (jüdischen) Warenhäuser zu zerschlagen, ging man dazu über, sie nach und nach in „arischen“ Besitz zu bringen. Natürlich nicht zu fairen Konditionen. Je weiter die Gesetze und Maßnahmen gegen Juden ausgearbeitet wurden, je größer wurde der Druck auf die jüdischen Unternehmer, ihren Besitz zu verkaufen. So wurden auch die Kauf- und Warenhäuser mit immer größeren Verlusten an neue – arische – Besitzer überschrieben, einige – wie etwa Heinrich Uhlfelder in München – wurden allerdings komplett liquidiert. 

Das war das Ende einer ganzen Kultur. Auch wenn viele der Häuser in den Händen der neuen Besitzer den Krieg überstanden und nach 1945 ein Ausgleich mit den einstigen jüdischen Besitzern erfolgte, waren es nicht mehr dieselben Kauf- und Warenhäuser wie zuvor.

Der Standort „meines“ Hirschvogls in München – 2016 eine Baulücke
© Heidi Rehn

In meinem Roman „Das Haus der schönen Dinge“ durchlebt die Familie Hirschvogl die Höhen und Tiefen der Warenhausdynastien jener Zeit, verknüpft mit ihren ganz persönlichen Geschicken. Drei Generationen werden mit nervenaufreibenden Rivalitäten über Beinahe-Konkurse, unerfüllte Liebe, Eifersucht, dreisten Betrug bis hin zu hinterhältigen Intrigen und heldenhaftem Mut in Atem halten. Ob es ein Happy End gibt? Lasst euch überraschen!

Natürlich biete ich zu diesem Buch auch wieder meine inzwischen sehr beliebten „Romanspaziergänge“ an, bei denen ich zu einigen wichtigen Schauplätzen der Geschichte führe und dort viele weitere Infos aus meinen umfangreichen Recherchen als Hintergrundwissen beisteuere. Außerdem gibt es dabei ausreichend Gelegenheit, einen Einblick in meine „Romanwerkstatt“ zu bekommen und mitzuerleben, wie aus realer Geschichte Fiktion wird. Dieses Mal geht die Tour auf den Spuren der Warenhausdynastien durch die Münchner Innenstadt. Weitere Infos und Termine findet ihr auf meiner Homepage www.heidi-rehn.de. Ich freue mich auf euch!

Eure Heidi Rehn



  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426519372
  • ISBN-13: 978-3426519370




Liebe Grüße,
Claudia