Dienstag, 28. Februar 2017

[Gastrezension] Thomas, Rhiannon - Ewig (1/2) Wenn Liebe erwacht

Gastrezension von Astrid von Letannas Bücherblog

Hat sie wirklich 100 Jahre geschlafen? Das fragt sich Aurora, als sie von Prinz Rodric wach geküsst wird. Alle sind in heller Aufregung und freuen sich, nur Aurora nicht. Denn alle die sie kannte, sind mittlerweile gestorben, auch ihre Eltern. Und jetzt soll sie auch noch Prinz Rodric heiraten, den sie zwar nett findet, aber mehr auch nicht. Jeder versucht sie für seine Zwecke ein und schnell wird Aurora ein Spielball für die Mächtigen. Aurora muss eine Entscheidung treffen, eine, die ihr nicht leicht fällt.



Ich muss gestehen, dass ich mir anfangs gar nicht sicher war, ob mir das Buch gefallen wird. Aber irgendwie hat mich die Geschichte schon sehr gereizt, weil ich Märchenadaptionen sehr mag. Die Autorin hat diese Adaption auf jeden Fall sehr interessant umgesetzt, denn sie fängt mit ihrer Geschichte da an, wo das Märchen aufhört. In diesem Fall mit dem Kuss des Prinzen und dem Erwachen der Prinzessin. Wie ihr merkt, handelt es sich bei dieser Geschichte um eine Adaption von Dornröschen. Nur verläuft die Geschichte ab da völlig anders, denn "sie lebten glücklich bis an das Ende ihrer Tage" passt hier nämlich überhaupt nicht.

Aurora ist eine interessante Figur. Sie ist erst einmal völlig überfordert mit der ganzen Situation und versucht, es jedem Recht zu machen. Im Laufe der Handlung geht es vor allem darum, das sie ihren Weg findet und ihre eigenen Entscheidungen trifft. Die äußeren Umstände machen es ihr nicht leicht, jeder versucht sie zu beeinflussen und für seine Zwecke einzusetzen. Denn ihr Erwachen soll im Königreich die Magie wieder zurückbringen, darum ist sie für viele so eine Art Heldin.

Rodric ist nicht der typische Prinz, er ist schlacksig, ist eher schüchtern und wird ständig rot. In unserer Zeit würde man ihn als Nerd bezeichnen. Ich mochte ihn, denn er war von Anfang an ehrlich zu Aurora.
Liebe spielt aber insgesamt eine Nebenrolle, was mich dann doch etwas verwundert hat. Die Autorin bringt direkt mehrere junge Männer ins Spiel, die sich für sie interessieren, wobei es am Ende der Handlung hier noch keine Entscheidung gegeben hat.

Fazit: Das Ende hat mich auf jeden Fall sehr überrascht und ich bin jetzt sehr gespannt auf den 2. Teil, der ja bereits im Juni diesen Jahres erscheint. Von mir gibt es 9 von 10 Punkte.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (23. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737354693
  • ISBN-13: 978-3737354691
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Übersetzer: Michaela Kolodziejcok 
  • Verlag:


Liebe Grüße,
Claudia

[Rezension] Allert, Judith - Krümel und Fussel (01) Immer dem Rüssel nach

Krümel und Fussel sind zwei Wollschweine. Sie leben mit ihrer großen Familie auf einem Bauernhof und ihr Leben besteht hauptsächlich daraus in der Erde zu wühlen, sich im Schlamm zu suhlen und Nickerchen zu halten. Irgendwann wird das Krümel zu langweilig. Er will ein Abenteuer erleben und da kommt ihm das Funkellicht, welches er eines Abends hinterm Zaun entdeckt, gerade recht. Natürlich kommt Fussel mit auf Erkundungstour. Das ist auch gut so, denn zwischendurch treffen sie auf gruselige Schatten und landen in einem dunklen Wald, aber die Neugier ist einfach zu groß. Was ist bloß dieses Funkellicht?

Krümel und Fussel verlassen zum ersten Mal ihr Zuhause, begeben sich auf Erkundungstour und ich habe mich sehr gefreut, dass die beiden mich mitgenommen haben, denn die Protagonisten sind unglaublich süß! Die Autorin Judith Allert hat sich von ihrem Alltag inspirieren lassen, denn auf ihrem kleinen Bauernhof in Oberfranken tummeln sich Wollschweine direkt vor ihrer Haustür.  Das hat als Idee für dieses süße Kinderbuch ausgereicht.

Dieses Buch ist aus mehreren Gründen besonders und für mich ein absoluter Schatz. Auf den ersten Blick sind es natürlich die süßen Ferkel und die Handlung die mal spannend und mal lustig ist. Schön fand ich, dass auch zahlreiche andere Tiere einen kleinen Gastauftritt im Buch haben, wie z.B. Maus, Fuchs und Uhu. Sofort ins Auge gestochen ist mir außerdem, dass das gesamte Kinderbuch in gedeckten Farben gehalten ist. Es gibt keine knalligen Farbkleckse. Diese kommen im Leben von Wollschweinen vielleicht einfach nicht vor und der Großteil der Geschichte spielt abends/nachts, so dass das Setting von sich aus schon eher dunkel ist. Ich fand dieses ungewöhnlich, aber trotzdem sehr ansprechend. Genauso ungewöhnlich sind die neuen Wortkreationen, die die Autorin eingebaut hat. So gibt es Worte wie "grunzartig" oder "schweinspupsschnurz" und Ausdrücke wie "verrüsselt noch mal" - muss man mögen, aber ich fand es toll!






Fazit: Das Kinderbuch um Krümel und Fussel hebt sich von anderen Kleinkinderbüchern ab, verzaubert durch seine Protagonisten, die ungewöhnliche Farbwahl der Illustrationen, der witzigen Wortschöpfungen und der zauberhaften Geschichte. Ein wahrer Schatz fürs Bücherregal, der viel Spaß beim Vorlesen macht. Da es sich bei "Immer dem Rüssel nach" um den Auftakt einer Bilderbuchreihe handelt, fiebere ich schon weiteren Abenteuern entgegen!

  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (30. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473446904
  • ISBN-13: 978-3473446902
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
  • Verlag:


Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 27. Februar 2017

[Rezension] Terry, Teri - Gelöscht (3/3) Bezwungen

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Gelöscht" und "Zersplittert" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


Nachdem Kyla dachte, sie hätte endlich einen Platz und eine Aufgabe bei den RT gefunden, wurde sie von Nico verraten. Ihre Welt stürzt erneut zusammen, denn auch für die RT war sie nur ein Spielball. Sie muss von der Bildfläche verschwinden, denn auch die Lorder versuchen weiterhin sie aufzuspüren. Kyla schließt sich MIA an, die ihr helfen ein neues Leben aufzubauen. Doch schnell kommt man Kyla wieder auf die Spur. Sie muss fliehen, dabei will sie endlich herausfinden, wer sie selbst ist und wo sie herkommt.


'Bezwungen' ist der dritte Teil der 'Gelöscht'-Trilogie um die Ich-Erzählerin Kyla, welcher dem zweiten Band sehr ähnelt. Kyla fasst Vertrauen und wird enttäuscht. Sie erfährt etwas über ihre Vergangenheit und denkt, sie weiß endlich über ihre Herkunft Bescheid, bis dann neue Erkenntnisse aufkommen, die alles wieder durcheinander bringen.

Teri Terry hat die Geschichte aber auch weiterentwickelt. Die Handlung ist actionreicher, aber auch blutiger und brutaler. Kyla ist nicht mehr so naiv, sondern eine Kämpferin geworden, die trotz zahlreicher Rückschläge nicht aufgibt. Außerdem werden zahlreiche weitere Informationen über die Regierung, das Slaten und Kylas Vergangenheit offenbart, so dass am Ende (nahezu) alles geklärt ist. An der kleinen Liebesgeschichte im Roman habe ich mich allerdings gestört. Meiner Meinung nach wurde diese nicht gut ausgearbeitet, wodurch sie für mich nicht nachvollziehbar sondern konstruiert wirkte.

Fazit: Mit 'Bezwungen' endet die Trilogie ums Slaten. Eine sehr interessante Idee, die gut umgesetzt wurde. Auch wenn mir bei den letzten beiden Bänden das gewisse Etwas gefehlt hat, um 5 Sterne vergeben zu können, habe ich die Bücher, die immer actionreicher wurden, gerne gelesen. Der dritte Band ist ein würdiger Abschlussroman, der endlich viele Fragen klärt und somit ein gutes Ende der Geschichte darstellt.

  • Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1. September 2014
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649622203
  • ISBN-13: 978-3649622208
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  •  Verlag:


Die Trilogie in der Übersicht:

Sonntag, 26. Februar 2017

[In my Mailbox] KW # 8/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Villeneuve, Gabrielle-Suzanne Barbot de - Die Schöne und das Biest
Shipman, Viola - So groß wie deine Träume
Allert, Judith - Krümel und Fussel (01) Immer dem Rüssel nach




Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 25. Februar 2017

[Stefanies Rezension] Beer, Robert - Das Buddha-Ausmalbuch: malen, meditieren, glücklich sein

Gastrezension von Stefanie


Malen - meditieren - den Horizont erweitern

Malbücher für Erwachsene gibt es mittlerweile mehr als genug, und ich freue mich darüber sehr, war ich doch auch als Kind schon ein Malbuchfan. Endlich kann man auch als Erwachsener dieses schöne Hobby weiterverfolgen. Weil die Auswahl an Ausmalbüchern mittlerweile sehr groß ist, muss man sich vielleicht etwas Zeit nehmen, um für sich das richtige Buch zu finden. Mein Favorit ist derzeit „Das Buddha-Ausmalbuch. Malen, meditieren, glücklich sein“ von Robert Beer, da es doch etwas anders ist als die meisten Ausmalbücher.

Zum Inhalt: „Das Buddha-Ausmalbuch“ bietet 50 traditionelle Buddha-Zeichnungen verschiedener Götter. Die Zeichnungen sind filigran, die Götter von Blumen, Wolken und Mustern umgeben. Die Rückseiten sind jeweils frei und nur mit einem Muster versehen, was ich toll finde, da nichts durchdrückt und der Buddha jeder Seite besser wirkt. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es zu jeder Gottheit hinten im Buch Kurzbeschreibungen und Biographien gibt. Man beschäftigt sich ja mit jeder Gottheit länger während des Ausmalens und kann zwischendurch nachlesen, um welche Gottheit es sich hier handelt oder sogar auf der freien Seite Notizen machen.

Zur Entstehungsgeschichte des Buches: Der Autor hat alle 50 Zeichnungen in zahlreichen Arbeitsstunden in den 80er Jahren selbst hergestellt. Sein Handbuch über die Gottheiten wurde leider nie verlegt, aber nun haben seine Zeichnungen doch noch in ein Buch gefunden. Der Autor gibt auch den Tipp, die traditionellen Farben der Gewänder nachzuschlagen, wenn man möchte.

Fazit: Ich werde sicher nicht als Buddha-Expertin aus diesem Buch hervorgehen, wenn ich es fertig ausgemalt, habe. Ich weiß es aber sehr zu schätzen, dass hier ein Buch nicht nur zum Malen entstanden ist und dass man immer wieder über die Gottheit nachlesen kann. Ich habe auch Spaß daran, mir die Originalbilder und -farben im Internet dazu anzusehen. Hier wäre es schön gewesen, diese vielleicht als Vorlage im Erklärungsteil in bunt zu sehen. Man kann ja dennoch seine Farben selbst wählen. In Ausmalbüchern, in denen die Farbe wichtig ist, gibt es ja oft Orientierungsbilder hinten in bunt. Hier aber ist alles offen für den „Künstler“.

Ich schätze „Das Buddha-Ausmalbuch“ zur Entschleunigung und zum Tanken von Energie. Ein tolles Format und saubere Zeichnungen auf hochwertigem Papier machen das Ausmalen wirklich sehr angenehm. Ausmaler werden lange ihre Freude an diesem schönen Buch haben. Viele schöne Malstunden sind garantiert!

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Shambhala (1. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN:  4260308350436 
  • Verlagsgruppe:


Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 24. Februar 2017

[Rezension] Terry, Teri - Gelöscht (2/3) Zersplittert

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Gelöscht" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.



Kyla wurde geslated. Dadurch hat sie alle Erinnerungen verloren und ihre Persönlichkeit wurde zerstört. Irgendetwas scheint dabei jedoch schief gegangen zu sein, denn immer wieder graben sich Erinnerungsfetzen an die Oberfläche ihres Bewusstseins. Kyla versteht aber die Zusammenhänge nicht und hat das große Problem, dass sie nicht weiß, wem sie trauen kann, da jeder etwas von ihr erwartet und sie nicht weiß, welches 'die richtige Seite' ist.


Zersplittert ist der zweite Band einer Dystopie-Trilogie um die Ich-Erzählerin Kyla. Band 1 hat mich begeistert und der zweite Teil ist eine nahtlose Fortsetzung. Inhaltlich ändert sich jedoch einiges. Der Auftaktband hat sich hauptsächlich um Kyla gedreht und die dystopische Welt erklärt. In Band 2 werden Kylas Erinnerungen immer stärker, aber sie wird zum Spielball zwischen den Lordern und den Terroristen. Die Fortsetzung ist actionreicher und blutiger.

Die Autorin hat ein paar neue, sehr interessante Charaktere eingeführt. Einige altbekannte Figuren haben nunmehr eine Nebenrolle. Das Ping Pong Spiel 'Wem darf ich vertrauen und wem nicht' war mir irgendwann zu viel und hat dann etwas genervt. Terry hat jedoch eine spannende Handlung und unvorhersehbare Wendungen eingebaut, was mich wiederum gut unterhalten hat.

Fazit: Band 2 hat mich gut unterhalten, jedoch fand ich den Auftaktband noch etwas besser. Daher vergebe ich 4,5 Sterne. Kylas Entwicklung bleint interessant und ich freue mich auf den letzten Roman der Trilogie.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (1. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649611848
  • ISBN-13: 978-3649611844
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:


Die Trilogie in der Übersicht:



Donnerstag, 23. Februar 2017

[Filmrezension] The Girl With All The Gifts

Hallo ihr Lieben,

ich war letztens im Kino und habe mich mal an Zombies heran getraut. Bisher habe ich mit diesen Kreaturen wenig Berührungspunkte gehabt - noch nicht einmal eine Folge von "The Walking Dead" habe ich geschaut. Zombies sind mir bisher auch in Büchern nur einmal begegnet und das war furchtbar :) "Mein fahler Freund" von Isaac Marion hatte mir damals gar nicht zugesagt.

Der Trailer zu "The Girl With All The Gifts" hat mich jedoch neugierig gemacht. Der Film basiert auf der Romanvorlage "Die Berufene" von M. R. Carey und spielt in Großbritannien. Ein Parasit hat sich ausgebreitet, Millionen von Menschen infiziert und in Zombies verwandelt. Diese sind die "Hungrys" und möchten sich an den wenigen, noch verbliebenen Menschen bedienen. Wissenschaftler versuchen ein Gegenmittel zu finden. Dafür halten sie auf einer entlegenen Militärbasis ein paar Kinder gefangen, die der Parasit zwar angegriffen, aber nicht zu willenlosen Zombies gemacht hat.


Ich fand den Film sehr interessant, was an unterschiedlichen Punkten lag. Zum einen spielen die Zombies keine übergeordnete Rolle. Sie dominieren zwar den Ort, an dem der Film spielt, stehen aber meistens nur bewegungslos herum und ihr (Nicht-) Handeln ist fast durchgängig nur eine Nebenhandlung. Der wahre Schwerpunkt liegt auf den infizierten Kindern, besonders auf Melanie (gespielt von Sennia Nanua). Das Mädchen ist ein Genie, wird aber mit den anderen Kindern wie eine Gefangene gehalten, da sie sehr gefährlich werden kann. Sobald sie Menschenfleisch riechen, bekommen sie nämlich "Hunger". Sennia Nanua spielt ihre Rolle grandios. Das Mädchen weiß um ihre "Krankheit", aber stellt auch Fragen, die das System hinterfragen. Dieses ist ein weiterer Schwerpunkt. Rechtfertigt Forschung das Halten von Menschen? Dürfen tödliche Tests an Kindern durchgeführt werden, um evtl. ein Gegenmittel zu finden und ist das Leben von Menschen mehr wert als von Hungrys oder von der neuen Generation, die zwar infiziert, aber trotzdem im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind? Spannende Fragen, die in dieser Mischung aus Science-Fiction, Thriller und Drama thematisiert werden.



  • Kinostart in Dtl. 09.02.2017
  • Regisseur: Colm McCarthy
  • Laufzeit: 111 Minuten
  • Schauspieler: Gemma Arterton, Dominique Tipper, Glenn Close u.a.
    Quelle: moviepilot.de






 Der Zombiefilm hat mich überraschend gut unterhalten. Wie die Untoten und vor allen deren zweite Generation dargestellt wurden, war schon sehr spannend!

Hat ihn jemand von euch schon gesehen oder will noch ins Kino gehen?


Liebe Grüße,
Claudia

[Stefanies Rezension] Geisler, Dagmar (Illustr.) - Zum Glück gibt es Geschwister!

Gastrezension von Stefanie

Viel Verständnis und Herz für das neue Geschwisterchen

Wenn erst die Freude auf das Geschwisterchen groß ist, so vergeht diese oft, wenn es erst einmal da ist, die Eltern gestresst sind, kaum Zeit haben, das große Geschwisterkind nun vernünftig sein soll und der Kleine doch eigentlich immer nur schreit und isst. Für Kinder ab fünf Jahren erklärt das tolle Bilderbuch „Zum Glück gibt es Geschwister“ von Dagmar Geisler mit viel Verständnis und Herz, warum Geschwisterkinder zwar manchmal nervig, aber doch eine große Bereicherung sind. Ja, sie sind sogar das Beste, was einem so passieren kann!

Zum Inhalt: Mira ist im Kindergartenalter und hat ein Brüderchen bekommen. Erst hat sie sich sehr gefreut, aber der Alltag mit dem Säugling fordert der gesamten Familie viel Toleranz, Verständnis und Energie ab. Vor allem stört Mira, dass die Eltern nun immer müde und gestresst sind und sich kaum um Mira kümmern. Doch das Brüderchen, das alle Aufmerksamkeit bekommt, schreit nur, wird gefüttert oder macht in die Windeln. Das macht keinen Spaß, denkt sich Mira – oder haben kleine Geschwister vielleicht auch gute Seiten, und kann man seine Zuwendung von den Eltern nicht auch einfordern?

Im Buch kommen Mira und die Kinder ihrer Kindergruppe zu Wort. Die Kinder teilen ihre Erlebnisse und Meinungen über Geschwister. Besonders gut hat mir Theo gefallen, der durchweg fast immer nur „Pah“ zur Diskussion beiträgt, am Schluss aber seine eigene Einstellung zu Geschwistern dann doch zeigt. Hier soll dazu nicht mehr verraten werden.

Neben den Kinderstimmen gibt es aber auch „Erwachsenen“-Tipps und -Erklärungen. So können selbst jüngere Kinder schon lernen, ihre Emotionen zu deuten und die Probleme (die vielleicht gar keine sind) auch anzusprechen. Es gibt hier ganz konkrete Hilfen.

Fazit: Das Buch ist so herzlich gemacht, dass man es immer wieder lesen kann. Die Kinder der Kindergruppe haben ganz unterschiedliche Charaktere, die auch in der Kürze des Buches gut herausgearbeitet sind. Die Bilder sind witzig, aber auch sehr herzlich. Eine wunderschöne Seite zeigt z.B. in mehreren Bildern, wozu man überhaupt Geschwister braucht. Wen könnte das nicht überzeugen? So können wir uns auch als Erwachsene mal wieder an unsere Geschwisterzeiten in der Kindheit erinnern. So ein wunderschönes und einfühlsames Buch hat vielleicht manchmal gefehlt!


  • Gebundene Ausgabe: 36 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785587813
  • ISBN-13: 978-3785587812
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
  • Verlag:


Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 22. Februar 2017

[Rezension] Terry, Teri - Gelöscht (1/3) Gelöscht

Kyla hat die Chance zu einem Neuanfang bekommen. Sie gehört zu den Jugendlichen, deren Bestrafung nicht eine lebenslange Haftstrafe oder der elektrische Stuhl ist. Sie wurde 'lediglich' geslated. Dabei wurden ihre Erinnerungen und ihre Persönlichkeit rausradiert und somit kann sie einen Neustart in einer neuen Familie beginnen. Doch Kyla ist anders, sie erinnert sich an Bruchstücke. Aber soll sie in ihrem bisherigen Leben tatsächlich eine Terroristin gewesen sein? Kyla versucht Klarheit zu gewinnen, stößt auf schreckliche Geheimnisse und bringt sich selbst in Gefahr.


Schon lange wollte ich Teri Terrys dystoptische Trilogie lesen. Nachdem nun alle drei Bände erschienen sind und ich Zeit haben, sie hintereinander zu lesen, ist es endlich soweit. Die ersten ein oder zwei Kapitel waren noch etwas irritierend, aber dann habe ich mich in der dystopischen Welt schnell zurechtgefunden. Kyla ist eine interessante Figur und Terry ist es perfekt gelungen mich mit der Handlung zu fesseln. Durch die Ich-Erzählerin ist man stets nah am Geschehen und es war spannend Kylas Entwicklung zu verfolgen, denn nachdem sie geslated wurde, muss sie alles neu erlernen.

Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart. Ab und an fließen Kylas Träume mit ein, wobei man als Leser genauso ratlos ist, wie Kyla selbst: Bestehen ihre Träume tatsächlich aus Erinnerungen, die sie eigentlich nicht mehr haben dürfte? Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, denn die Handlung und die Charaktere (besonders Kyla, ihre Mutter und Ben) haben mich gepackt und gefesselt.

Fazit: Der Auftakt dieser Trilogie hat mich begeistert und fasziniert. Die erschaffene dystopische Welt war unglaublich spannend und ich freue mich darauf zu erfahren, wie es Kyla weiterhin ergehen wird.



  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (1. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 364961183X
  • ISBN-13: 978-3649611837
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Slated
  • Verlag:



Die Trilogie in der Übersicht:



Dienstag, 21. Februar 2017

[Die Story hinter dem Buch] Heidrun Wagner - In deinem Herzen


heute:


Heidrun Wagner - In deinem Herzen

 


Hintergründe zur „Wenn du vergisst“-Trilogie & Band 3 „In deinem Herz“

© Heidrun Wagner

Die Frage, die Zoe bereits in „Wenn du vergisst“ Elias stellt, dieses: Glaubst du, wir sind mehr als die Summe unserer Erinnerungen? war für mich der erste Impuls, warum ich mich beim Verlag beworben habe die Trilogie zu schreiben.

Ein Mädchen wacht an einem Fluss auf und weiß nicht, wer sie ist oder wie sie dorthin gekommen ist. Wie muss sich das anfühlen? Und wie fühlt es sich an, wenn du Menschen begegnest, die dich kennen, die so viele Erinnerungen an dich haben, von denen du aber nichts mehr weißt? Erinnerungen, an die du nicht mehr anknüpfen kannst? Wirst du ein anderer Mensch werden, wenn du gezwungen bist wieder ganz von vorne anzufangen? Oder gibt es einen Kern in dir, der dich zu dem macht, der du bist - egal, ob du dich an deine Vergangenheit erinnern kannst oder nicht?

Diese Fragen waren es, die mich anfangs beim Schreiben begleitet haben. In „Brennt die Schuld“ kehren Zoes Erinnerungen Stück für Stück zurück. Am Anfang von „In deinem Herz“ ist es nur noch diese eine Nacht im August, in der sie ihr Gedächtnis verloren hat, die ein schwarzer Fleck ohne Erinnerungen bleibt. Oder, wie Zoe es ausdrückt:

© Heidrun Wagner

Aber der Gedächtnisverlust ist nicht das einzige, das Zoe zu schaffen macht. Auch mit ihren Zeichnungen hat sie zu kämpfen. Diese werfen in den letzten Kapiteln von „In deinem Herz“ eine entscheidende Frage auf. Welche? Das kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern.

„In deinem Herz“ war für mich der schwierigste der drei Bände und am Ende hat er mir doch das Herz gebrochen, obwohl ich von Anfang an wusste, worauf ich mich mit der Geschichte einlasse. Schwierig auch, weil ich alle Fäden zusammenführen und ein würdiges Finale schaffen wollte. Ich habe mein Bestes gegeben. Ob das genug ist, muss jeder Leser selbst entscheiden, und ich hoffe, außer meinem Herzen wird keines gebrochen.

Als „Wenn du vergisst“ im August letzten Jahr rauskam, habe ich gerade die Rohfassung von „In deinem Herz“ überarbeitet, um sie im September ins Endlektorat geben zu können. Das war eine sehr aufregende Zeit, gleichzeitig die Leserunde zu begleiten, erste Rezensionen zu verfolgen und am Band 3 zu feilen. Ich war froh mit dem Schreiben an sich schon fertig zu sein, vor lauter Aufregung hätte ich sonst sicher keinen geraden Satz mehr aufs Papier gebracht.

Zum Schluss noch ein Bild von meinem Pirate-Mac, der wegen meiner Scrivener-Lizenz heimlich unter Windows läuft. In das kleine schwarze Notizbuch habe ich den Showdown von Band 2 und 3 reingeschrieben. Momentan schreibe ich alle Hintergrundszenen für meinen Blog in dieses Buch.

© Heidrun Wagner

Wenn ihr mehr Hintergrundinformationen zur „Wenn du vergisst“-Trilogie haben wollt, wie z.B. die Stadtpläne zu den wichtigsten Locations in den Bänden, Hintergrundszenen, Infos zum Soundtrack u.ä. dann schaut gerne auf meinem Blog vorbei: heidrunsfeder.blogspot.com
Ich freue mich über eure Kommentare!

Ansonsten könnt ihr mich auch auf Instagram oder Facebook besuchen.
(Links zu den jeweiligen Seiten findet ihr auf meinem Blog.)

Die Geschichte spielt übrigens in Heidelberg. Ich war sehr froh, dass ich sie dort verorten konnte, da ich selbst zehn Jahre in Heidelberg gelebt habe und es richtig Spaß gemacht hat in Gedanken all die Orte wieder zu besuchen.

Falls es euch irgendwann nach Heidelberg verschlägt, vergesst nicht das P11 zu besuchen und bestellt euch eine Sprite oder einen Kaffee, setzt euch ans Fenster, beobachtet die Autos an der Ampel vor dem Kreisel und denkt an Zoe und Niklas. Falls ihr ein Photo macht, teilt es mit mir. Okay?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen & freue mich über euer Feedback!

geschrieben von
Heidrun Wagner



  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger (20. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958820301
  • ISBN-13: 978-3958820302
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



PS: Schaut euch einmal an, wie toll die drei Cover der Bücher zusammenpassen und die Titel sogar einen Satz ergeben: