Mittwoch, 2. Februar 2011

[Rezension] Martin Semesch, Christoph Wittmann - Schwarz / Weiß. Der Tod hat zwei Gesichter. Ein London-Krimi

Detective Sergant Duncan McGregor, Ermittler bei Scotland Yard, wird an einem Sonntagmorgen um 4 Uhr zum Einsatz gerufen. Ein entblößter Frauenkörper wurde in einer Seitengasse entdeckt. In kurzen Abständen werden in London immer mehr Frauen ermordet aufgefunden. Sie alle haben etwas gemein, sie sind Prostituierte und der Serienkiller hat ihren Genitalbereich brutal verstümmelt. McGregor und sein Partner  Peterson sollen den Fall aufklären. Als dann auch noch ein Brief des mutmaß- lichen Mörders an einen Journalisten geschickt wird, nehmen die Verbindungen zum bekannten "Jack the Ripper" aus dem 19. Jahrhundert überhand und die Situation droht zu eskalieren.

"Es gibt zwei Arten von Frauen, solche die einem ein paar schöne Stunden bereiten können [...] und dann gibt es noch die anderen, die einen echt üble Sachen antun können, obwohl man nur einen netten Abend verbringen will [...]. Dann komme ich ins Spiel." (Seite 8)
"Schwarz / Weiß" ist der Debütroman von Martin Semesch und Christoph Wittmann. Die Kurzbeschreibung hat mich so begeistert, dass das Buch gar nicht erst in mein Regal gewandert ist, sondern sofort gelesen werden musste. Bereits im 1. Kapitel gelingt es den beiden Autoren eine ungeheure Spannung aufzubauen. Der Roman beginnt mit einer Schilderung aus Sicht des Killers, der gerade dabei ist, sich ein neues Opfer zu suchen. Anschließend startet ein Rückblick, es geht 10 Wochen in die Vergangenheit zurück. In diesem Zeitraum erhält der Leser einen detaillierten Einblick über die grausamen Taten des Mörders, sein Motiv und die Ermittlungsarbeit des Scotland Yards. Wie es für einen grandiosen Krimi gehört, leiten die Autoren den Leser erst auf eine falsche Spur und am Ende gibt es dann eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe. Die Autoren haben den Handlungsstrang aus dem ersten Kapitel gut in das Ende des Romans einbauen können, es bleibt während der ganzen Zeit spannend und erst auf den letzten Seiten wird der wahre Mörder identifiziert.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und es ist spannend geschrieben. Des Öfteren wird allerdings eine obszöne Sprache benutzt, die evtl. Leser stören könnte. Bei mir war das nicht der Fall, da sie hervorragend in die Geschichte passt, in dem Milieu der Prostitution sehr glaubhaft erscheint und dadurch die Dialoge noch authentischer wirken. Die vorhandenen Charaktere werden ausführlich beschrieben, so dass man als Leser ein umfangreiches Bild von Ihnen erhält. Das Cover kann ebenfalls überzeugen, da es perfekt zum Roman passt. Des Weiteren gefällt es mir gut, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht des Killers (Ich-Erzähler) und dann wieder aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben wurden.

Ich habe von Martin Semesch persönlich erfahren, dass es sich leider nicht um den Beginn einer Serie über Ermittlungsarbeiten des Scotland Yards handelt. Dieses finde ich zwar sehr schade, allerdings wurde mir versprochen, dass er und sein Co-Autor Christoph Wittmann noch viel zu erzählen haben. Hoffentlich wird bald wieder ein Buch von ihnen in Druck gehen, denn das Autorenteam vermag es wahrlich die Leser an ihre Bücher zu fesseln.

Fazit: Der Debütroman des Autorenteams konnte mich zu 100% überzeugen. Schwarz/Weiß ist ein großartiger Krimi, der es schafft den Leser spannend zu unterhalten. Für mich bisher das beste Buch, das ich in 2011 gelesen habe.

  • Broschiert: 204 Seiten
  • Verlag: Acabus; Auflage: 1 (1. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862820009
  • ISBN-13: 978-3862820009

 Ich bedanke mich ganz ♥-lich beim ACABUS Verlag für diese tolle Rezensionsexemplar.



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