Sonntag, 6. Februar 2011

[Rezension] Steven Omen - Amo Vitam


Amarilla ist bisher mit ihrem Leben als Sekretärin nicht zufrieden. Sie fühlt sich eher als Paradiesvogel und wird tatsächlich in einer Karaokebar entdeckt. Franz wird hinzugeholt, um Texte für das neue Musikprojekt zu erstellen, und zusammen schaffen sie es zu beachtlichem Ruhm. Am Ende erhält man die Erkenntnis, dass man seinem Schicksal nicht entkommen kann, so sehr man es auch versucht.



Der Schreibstil des Autors hat mir leider gar nicht gefallen. Die Sätze sind oft sehr kurz, wirken abgehackt und ermöglichen damit kein flüssiges Lesen und kein schönes Lesegefühl. Bei einer Kurzgeschichte von 93 Seiten sollte man eigentlich erwarten, dass sich der Autor auf das Wesentliche konzentriert. Stattdessen fand ich viele Informationen ziemlich belanglos und bezogen auf den eigentlichen Inhalt überflüssig. Ich hätte es bevorzugt, wenn lediglich einige Handlungsstränge behandelt worden wären, diese dafür dann aber ausführlicher. Der Roman wird aus verschiedenen Erzählperspektiven dargestellt, was ich generell ganz gut finde. Allerdings springt die Erzählweise zwischen poetischen Darbietungen, sexuellen Handlungen und Aneinanderreihungen von kleinen Informationsfetzen hin und her. Ich dachte erst, dass ich nur schwer in das Buch hineinkommen würde, aber es ist leider während des Lesens nicht besser geworden.

Es tut mir für den Autor leid, dass ich keine andere Bewertung abgeben kann. Der Roman hat bisher recht gute Rezensionen erhalten, aber mich konnte er leider auf keinster Weise überzeugen.

Buchtrailer


  • Taschenbuch: 98 Seiten
  • Verlag: Machtwortverlag; Auflage: 1 (7. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867610843
  • ISBN-13: 978-3867610841


Ich bedanke mich trotzdem ♥-lich bei Steven Omen für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Guten Morgen Claudia,

    da wir Menschen in allen Dingen unterschiedliche Meinungen haben, ist es doch gut, wenn etwas mal nicht gefällt.
    Es gibt sicher Menschen die nun versucht hätten alles so schön wie Möglich zu umschreiben, ich find es Mutig dass du zu deinem Eindruck stehst.
    Hab eine angenehmen Woche.
    Lg Erdenkind

    AntwortenLöschen
  2. Zum Glück hast du diese Meinung exklusiv, was man an den auch viel qualifizierteren Rezensionen auf Amazon sehen kann.

    AntwortenLöschen
  3. Und zum Glück hast du den Mut deine Meinung anonym zu posten. Glückwunsch dazu :)

    "Exklusiv" würde ich es nicht nennen, denn es gibt noch eine weitere 1 Sterne Rezension, wie dir sicherlich aufgefallen ist. Schön, dass du selbst auch gar nicht schreibst, dass das Buch viel besser ist, sondern nur meine Rezension angreifst.

    Aber das ist das schöner, jeder darf eine andere Meinung über ein Buch haben und wenn es dir gefallen hat, dann ist das so und du hast meinen Segen :)

    AntwortenLöschen
  4. Dieser Herr "Anonym" greift mich via Internet in unregelmäßigen Abständen (zuletzt am 3.4.2014) und unter verschiedenen Pseudonymen (die aber bislang alle rückverfolgbar waren) an. Mein Vergehen war eine ähnliche Bewertung des Buches "Amo Vitam", die ich aber des lieben Friedens willen längst gelöscht habe. Leider konnte ihn das nicht besänftigen. Ein Kleingeist vor dem Herrn.

    AntwortenLöschen