Donnerstag, 17. Februar 2011

[Rezension] Wells, Dan - Ich bin kein Serienkiller

Der Roman „Ich bin kein Serienkiller“ von Dan Wells wurde in der Ich-Erzählperspektive geschrieben. „Ich“ bezieht sich dabei auf John Wayne Claever, einen 15-jähren Highschool-Schüler aus dem mittleren Westen der USA.

John wächst bei seiner Mutter auf, die ein Bestattungsunternehmen betreibt. Somit ist er schon früh mit dem Tod vertraut und entwickelt ein starkes Interesse an Serienkillern. Er ist sich allerdings bereits bewusst, dass er selbst bestimmt sein könnte, ein solcher Serienkiller zu sein. Deshalb hat er sich selbst Regeln auferlegt, um gar nicht erst in „Versuchung“ zu kommen und um Situationen zu vermeiden, die ihn zu einem Killer werden lassen könnten. Eines Tages geschehen in seinem kleinen Heimatort Morde, die John sofort mit einem Serienkiller in Verbindung bringt. Die Morde interessieren ihn sehr, da er nun endlich „live“ dabei ist, andererseits hat er aber auch Angst, seine selbst auferlegten Regeln zu durchbrechen und damit das „Böse in ihm“ zu wecken, mit der Gefahr, dass dieses Monster dann nicht mehr zu kontrollieren ist.

Auf dem Cover wird bereits ein „Thriller“ angekündigt und darauf hatte ich mich gefreut. Thriller verbinde ich mit einem spannenden Buch, über menschliche Abgründe, bei dem erst am Ende bekannt wird, wer der Mörder ist. „Ich bin kein Serienkiller“ hat auch sehr gut angefangen. Die ersten 120 Seiten versprechen ein Thriller zu werden, aber dann kippt das Lesevergnügen. Man erfährt, dass alles doch nicht so „menschlich“ ist, eine Veränderung, die ich nicht erwartet habe und die mir absolut nicht gefällt, zu mal es auch keine neue Idee ist. (Was genau passiert möchte ich hier nicht erwähnen, um niemanden das Lesevergnügen zu nehmen.) Ab Seite 150 weiß man dann schon wer der Täter ist und es geht dann eigentlich nur noch um die richtige Umgehensweise damit.

Den Schreibstil finde ich sehr gut, es lässt sich zügig lesen. Die Charaktere werden gut beschrieben, und die Einsichten in den Soziopathen John Wayne Cleaver sind sehr gut ausgeführt. Aber durch die Änderung der Story im Roman, hat das Buch für meinen Geschmack eine Menge eingebüßt.

Die weitere Romane der Trilogie lauten: „Mr. Monster“ und "Ich will dich nicht töten"

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492267718
  • ISBN-13: 978-3492267717



PS: Bei dieser Rezension handelt es sich um eine Besprechung, die ich schon lange vor meinem Blog geschrieben, hier aber noch nicht gepostet habe. Falls sie daher nun nicht so ausführlich oder "qualitativ hochwertig" erscheinen sollte, bitte ich das zu entschuldigen :)

Kommentare:

  1. Hallöle,
    Ich habe das Buch bereits gelesen, auch die Fortsetzungen "Mr. Monster" und "Ich will dich nicht töten".
    Wenn Dir das "unrealistische" nicht gefiel rate ich Dir auf die Fortsetzung zu verzichten - Mr. Monster ist nämlich das unrealistischste Buch der Reihe.
    Ich mochte dieses "Ich tue alles um nicht zu töten-Mist" auch nicht so wirklich. John ist zu überspitzt reif... Ansonsten eine gute Geschichte...

    Solltest Du dennoch die Fortsetzung lesen wünsche ich Dir viel Spaß dabei ^^ Und dann bin ich gespannt auf Deine Rezi.

    Liebe Grüße,
    Natascha

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  2. @ Natascha: Ich habe beide Fortsetzungen gelesen und es sehr schade, dass dieses "Monster-Sein" weiterhin eine Rolle gespielt hat. Morgen gibt es meine Rezi zum 3. Band, zum zweiten habe ich damals keine geschrieben.

    LG Claudia

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