Donnerstag, 7. Juli 2011

[Rezension] Rath, Hans - Was will man mehr



Paul ist in den Vierzigern, hat keinen Job und kein Geld. Dafür wird er bald Vater, allerdings ist nicht seine Traumfrau von ihm schwangern, sondern deren Schwester. Es läuft also drunter und drüber in Pauls Leben. Zum Glück kann er sich immerhin auf seine ehemaligen WG-Kumpels verlassen.




"Was will man mehr" ist der dritte Teil der Reihe um Paul. Die Vorgänger "Man tut, was man kann" und "Da muss man durch" habe ich zwar nicht gelesen, aber durch den lockeren Schreibstil fällt der Einstieg sehr leicht und ich habe es nicht als störend empfunden, dass ich Pauls bisheriges Leben noch nicht kannte.

Ich hatte mir eine lustige Unterhaltung mit etlichen Schmunzlern erhofft, wurde dabei aber leider enttäuscht. Lediglich am Anfang konnten mich ein paar Äußerungen amüsieren, aber je weiter die Handlung fortschritt, desto unlustiger und zum Teil auch unrealistischer wurde es. So fliegt die zukünftige Mutter seines noch ungeborenen Sohnes ein paar Tage vor dem errechneten Stichtag in den Kongo, um dort Fotoaufnahmen zu machen. Ich wüsste nicht, welche Frau das machen würde.

"Gott ist ein Witzbold. Ich glaube, er hat Sachen wie Sex oder Reisebusse nur erfunden, um uns in komische Situationen zu bringen. Vielleicht leben wir überhaupt nur deshalb, weil Gott sonst sterbenslangweilig wäre." (Seite 7)
Die Figur "Paul" ist liebeswert und wird als typischer Pechvogel dargestellt. Sein Leben ist manchmal schon sehr überspitzt, alles geht den Bach runter, er ist an allem Schuld und nichts will ihm gelingen. Das wirkt alles zu sehr gewollt und konnte mich leider nicht überzeugen, auch wenn Paul ansonsten sympathisch erscheint.

Der Schreibstil und das Cover sind dem Genre entsprechend und haben mir gut gefallen, Mir fehlte beim Lesen einfach der Unterhaltungswert, der Witz oder die Ironie - irgendetwas, dass mich schmunzelnd durch das Buch geführt hätte.



Fazit: Nett zu lesen, aber ohne großen Unterhaltungswert.

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Wunderlich [www.Rowohlt.de] (1. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805250126
  • ISBN-13: 978-3805250122

Ich bedanke mich ganz ♥-lich bei Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

PS: Wer sich lieber sein eigenes Bild schaffen möchte, der kann sich das Buch gleich beim Rowohlt Verlag bestellen und zwar HIER.

Kommentare:

  1. Hallo Claudia!

    Hast du die Vorgängerbände gelesen? Denn Band 1 gibt es in der Bücherei und ich hätte gern gewusst, ob sich das Lesen lohnt.

    LG, Sabine

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  2. Hallo Sabine!

    Ich habe die Vorgänger-Bücher nicht gelesen, daher kann ich dir dazu leider nichts sagen.

    LG Claudia

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  3. Nee,klingt wirklich nicht sehr verlockend.Aber vielleicht sind die ersten beiden Bände besser?Mal schauen!

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