Donnerstag, 15. September 2011

[Rezension] Ericson, Josh - Ghost Street

Eine junge Frau wird in Savannah, im Süden der USA, auf grausame Weise ertränkt. Es scheint sich aber nicht um einen "einfachen" Mord zu handeln, sondern die Ermittlungen ergeben schnell, dass ihre Mutter damals auf die gleiche Art und Weise getötet wurde. Dieser Mord war in den 60er Jahren der Auftakt einer fünffachen Mordserie an Afroamerikanern und deren Sympathisanten durch den Ku-Klux-Klan. Handelt es sich bei dem Mord an der jungen Frau wirklich um einen Zufall oder gibt es einen Nachahmungstäter bzw. existiert der gefürchtete Ku-Klux-Klan doch noch?


Bücher, die thematisch etwas mit den USA zu tun haben, interessieren mich immer sehr. Dieser Jugend-Mystery-Thriller verknüpft geschickt die Geistergeschichten in den Südstaaten mit dem Ku-Klux-Klan, fügt eine sich evtl. wiederholende Mordserie hinzu und als weiteres Extra werden paranormale Aspekte eingebaut. Da sich für mich jeder einzelne Baustein total interessant anhörte, hatte ich mich schon sehr auf den Roman gefreut und wurde nicht enttäuscht.

"Der Killer trug eine weiße Kapuze. Sie bedeckte seinen Kopf und ließ nur zwei schmale Schlitze für die Augen frei." (Seite 5)
Der Einstieg in das Buch gelingt sehr einfach, da der Schreibstil flüssig ist und man sich als Leser sofort in der Handlung wieder findet. Josh Ericson gelingt die Gradwanderung zum einen genügend über den Ku-Klux-Klan in den 60er Jahren zu erzählen, so dass auch Leser, die bisher mit der Thematik nicht sehr vertraut waren, einen Eindruck davon erhalten, wie schlimm es damals wirklich war und wie sehr Afroamerikaner diskriminiert wurden, aber zum anderen sich nicht darin zu verlieren, so dass Leser mit bereits vorhandenem Hintergrundwissen sich nicht langweilen.

Des Weiteren findet Ericson genügend Platz um die Ermittlungsarbeiten glaubhaft einzubauen und hin und wieder kleine Passagen im Bereich Geister und Paranormales einfließen zu lassen. Die Charaktere sind gut durchdacht und jeder ist in sich schlüssig, ob es nun der Polizist ist, der eigentlich lieber Feierabend machen würde, um zu seiner Familie zu gehen, oder die taffe Polizistin, die manchmal etwas überreagiert und sehr engagiert ist. Der Roman lässt sich durchgängig sehr gut lesen, besitzt keine langatmigen Stellen und schildert die Handlung immer wieder aus verschiedenen Perspektiven.




Fazit:  Ein toller Jugend-Mystery-Thriller um den Süden der USA mit seiner Vergangenheit und die Auswirkungen auf die Gegenwart.


  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800056429
  • ISBN-13: 978-3800056422
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz ♥-lich bei


1 Kommentar:

  1. Hey, das klingt ja echt toll. Könnt was für mich sein. Und - wie immer eigentlich - eine schöne Rezi. Lieben Gruß, Diti

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