Sonntag, 20. November 2011

[Rezension] Jeier, Thomas - Das große Buch vom Wilden Westen: Die Pionierzeit Amerikas

"Das große Buch vom Wilden Westen" hält, was es auf dem Klappentext verspricht, denn ist ist wahrlich ein einzigartiger Lese- und Nachschlageband. Das Werk bringt dem Leser auf mehr als 300 Seiten den Wilden Westen näher und geht dabei auf viele Geschichten und Legenden ein. Dabei kommen natürlich die aus Film und Fernsehen bekannten Figuren wie Cowboys und Siedler, Sheriffs und Banditen, Abenteurer, Goldsucher und auch ein paar mutige Frauen nicht zu kurz, allerdings geht Thomas Jeier auch auf Unbekanntes ein.


Das Buch ist in 10 Kapitel aufgeteilt, die da wären: Die spanischen Eroberer, Verstoß ins Unbekannte, Leben auf dem Mississippi, Gold,Silber und Kupfer, Der Weg nach Westen, Hölle auf Rädern, Ritter der Weide, Recht und Gesetz, Der Mythos vom Westen und Spurensuche im Westen.

"Bei der Eroberung des amerikanischen Westens gingen die Spanier nach dem bewährten Rezept vor [...]. Sie unterwarfen alle Indianer, die sich ihnen feindlich zeigten, mit Gewalt." (Seite 22)
Der Autor geht auf jeden Bestandteil des Wilden Westens ein. Von der Eroberung bis in die heutige Zeit wird alles genau dargestellt und Jeier schafft es seine sehr informativen Geschichten interessant und spannend zu schreiben. Jeder, der sich für den Wilden Westen begeistern kann, wird von diesem Buch gefesselt werden. Besonders interessant fand ich die Kapitel über die Wanderung in den Westen, die Goldsuche und natürlich die Cowboys.

"Allein 1849 wurde Gold im Wert von zehn Millionen Dollar aus dem Boden gewaschen. Ein Jahr später waren es vierzig Millionen und 1852 belief sich die Summe auf ungefähr achtzig Millionen Dollar." (Seite 99)
Bei Thomas Jeier merkt man immer wieder, dass er "vom Fach" ist und für seine Bücher sehr gut recherchiert hat. Trotz seines großen Fachwissens ist er in der Lage die Inhalte für Jugendliche sinnvoll aufzubereiten und diese dann interessant zu formulieren und zu gestalten.

"Gewöhnliche, alltäglich Menschen wie du und ich, nur mit krummen Beinen, das sind Cowpunschers! Das sagte ein alter Cowboy über seinen Berufsstand." (Seite 178 )
Der Aufbau und die Struktur des Buches empfinde ich als sehr gelungen. Die einzelnen Seiten sind übersichtlich und schön gestaltet. Der Text wird durch hervorgehobene Sätze oder Passagen aufgelockert. Besonders toll haben mir die zahlreichen Fotos, Karten und Zeichnungen gefallen. In der Regel gibt es auf jeder Doppelseite 2-3 Abbildungen, die immer hervorragend zum jeweiligen Text passen und das Buch somit auch zu einem optischen Highlight werden lassen. Es ist als Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen erschienen.

Fazit:  Das Werk trägt zu recht den Namen "Das große Buch vom Wilden Westen"  und ist ein großartiges Nachschlagewerk, welches ich genauso uneingeschränkt empfehlen kann, wie sein Werk "Das große Buch der Indianer: Die Ureinwohner Nordamerika".

  • Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800016141
  • ISBN-13: 978-3800016143
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
 Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz ♥-lich bei



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