Mittwoch, 24. Oktober 2012

[Die Story hinter dem Buch] Rautenberg, Juli - Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil




heute:


"Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil" von Juli Rautenberg
(in Interview-Form)






Claudia: Hallo Juli, schön, dass du uns etwas über deinen neuen Roman verraten magst.

Juli: Hi Claudia – ich muss mich bei dir bedanken. Du hast mein erstes Buch rezensiert, und zum zweiten willst du sogar was vorab wissen. Schön!

Claudia: Ich habe mir ein paar der berühmten W-Fragen ausgedacht und bin gespannt, was wir dadurch alles erfahren werden. Zunächst einmal würde ich gerne mit deinen Worten beschrieben bekommen worum es in deinem neuen Roman „Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil“ geht.

Juli: Es geht um Beziehungen. Im Allgemeinen, und natürlich im Speziellen. Also speziell meine. Als ich nach meinem zwölfmonatigen Single-Experiment endlich in einer Beziehung angekommen war, dachte ich mir: So, das war’s, jetzt kannst du die Beine hochlegen und den Rest genießen. Die Suche war ja schon so anstrengend – jetzt bist du am Ziel deiner Träume, jetzt läuft das alles wie von selbst. Na ja, und da hat sich dann gezeigt, dass ich schon ein sehr langes Weilchen Single war, denn anscheinend hatte ich total vergessen, dass eine Beziehung keineswegs ein Selbstläufer ist. Das Beine-Hochlegen konnte ich, man kann es sich denken, also total vergessen.
Zufällig fiel mir in dieser Zeit dann auch ein Gedicht von Kurt Tucholsky in die Hände. Es heißt Danach und handelt von einem Paar und dem Leben nach dem „Happy End“, was auch immer man darunter verstehen mag. Der erste Vers lautet:

Danach
Es wird nach einem happy end
  im Film jewöhnlich abjeblendt.
  Man sieht bloß noch in ihre Lippen
  den Helden seinen Schnurrbart stippen-
  da hat sie nun den Schentelmen.
  Na,und denn-?

Tja, und dieses „Na, und denn-?“ hat mich eben interessiert.

Claudia: Weshalb hat dich gerade diese Romanidee angesprochen?

Juli: Erst einmal, weil ich genau in dieser Situation steckte: Man kommt mit jemandem zusammen, schwebt auf Wolke sieben, alles ist rosarot und unendlich super. Vor allem am neuen Partner. Und dann merkt man plötzlich, dass der Typ, den man gerade noch für die Krönung der Schöpfung hielt, kein Klopapier kauft, die Zahnpastatube nicht zudreht, seine Socken überall rumliegen lässt, na ja, die Klassiker eben. Da fiel mir dann auf, dass wir, weil medial total überfrachtet, ziemlich kitschige und zum Teil echt realitätsferne Vorstellungen davon haben, wie Liebe funktioniert. Wenn wir Filme über Liebe schauen, Lieder über Liebe hören, Bücher über Liebe lesen, dann interessiert uns meistens nur das „Wie kommen sie zusammen“, nicht das „Wie bleiben sie zusammen“. Was passiert, nachdem das Ziel der Träume erreicht bzw. das Wild erlegt ist? Genau. Man muss sich mit der ganzen Scheiße rumschlagen, wie alle anderen auch.

Claudia: Wann und wo hast du meistens geschrieben?

Juli: Geschrieben habe ich fast jeden Tag, manchmal auch nur ein bis zweimal die Woche – der Roman ist ja, wie auch sein Vorgänger, wieder aus einem Blog entstanden. Beim Schreiben bin ich immer ganz klassisch an meinem Schreibtisch in meiner Wohnung. Da ich selbstständig bin und von zuhause aus arbeite, konnte ich das Schreiben immer ganz gut in meinen normalen Arbeitsalltag integrieren.

Claudia: Was magst du uns noch über den Roman verraten?

Juli: Nach „12 Monate, 17 Kerle und ein Happy End“ haben mich einige Leser darauf angesprochen, dass sie sich in meiner Geschichte oft wiedererkannt haben – all das Warten, Hoffen, Bangen, wann und ob endlich der Richtige auf seinem stinkigen Klepper vorbei reitet, all die beknackten Aktionen, die man als erwachsener Mensch tut, um jemandem zu gefallen … ich hoffe, dass es bei „Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil“ ähnlich ist. Jeder hat ja den Moment, wo er seinen neuen Freund oder seine neue Freundin der Clique oder dem Freundeskreis vorstellt und sich fragt: „Musstest du Depp ausgerechnet heute DIESES bescheuerte T-Shirt anziehen?!“ Ein Partner spiegelt zum Teil ja auch einen selbst wider, zumindest aber den eigenen Geschmack. Oder wenn man die Eltern des Partners kennenlernt und sich unwillkürlich fragt: „Scheiße, wird der in dreißig Jahren genau so sein wie sein Vater?“ (Umgekehrt klappt das übrigens auch total gut, also schaut euch eure Mütter an, Mädels, und ihr wisst, wie ihr in ein paar Jahrzehnten seid! :) ) Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Rückmeldungen ich dieses Mal bekomme.

Claudia: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und uns etwas über die Story hinter „Ich nehme alles zurück und behaupt das Gegenteil“ erzählt hast.

Juli: Dank dir!


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442380227
  • ISBN-13: 978-3442380220



Das erste Buch von Juli Rautenberg habe ich damals sehr witzig gefunden 
und auch das zweite klingt doch schon wieder sehr humorvoll, oder? :)




Kommentare:

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