Mittwoch, 14. November 2012

[Rezension] Engelke, Johannes (Hrsg) - Glöckchen, Gift und Gänsebraten: 24 Weihnachtskrimis von Rügen bis ins Zillertal



Für Adventskalender ist man definitiv nie zu alt! Erst recht nicht für einen Literarischen, der aus 24 Weihnachtskrimis besteht. "Glöckchen, Gift und Gänsebraten" ist so eine Anthologie, die den Leser im Dezember täglich erschaudern lässt und dabei auf eine Rundreise vom nördlichen Sylt bis zur südlichen Zugspitze mitnimmt.



Nachdem im letzten Jahr die Adventskalender-Kurzgeschichtensammlung Maria, Mord und Mandelplätzchen erschienen ist, hat der Knaur Verlag für dieses Jahr eine Fortsetzung parat, welche zunächst bereits Pluspunkte durchs Layout sammeln kann. Der vermeintliche Adventskranz auf dem Cover besteht aus Totenköpfen und jede erste Seite einer neuen Kurzgeschichte wurde mit Totenkopf-Schneeflocken verziert. Dieses Design hat mich im letzten Jahr schon begeistern können und gefällt mir immer noch sehr.

Harmonische Weihnachten gibt es nicht überall. In manchen Fällen geht es eher blutig, hinterhältig oder gar tödlich zu. Davon berichten 24 deutsche Autoren und Autorinnen, welche folgende Schauplätze des Verbrechens ausgewählt haben:

Gisela Pauly – Sylt
Christiane Franke – Moorwarfen
Regine Kölpin – Jever
Nina George – Hamburg
Karen Kieback – Ostseebad Laboe
Richard Birkefeld – Hannover
Susanne Mischke – Hannover
Cornelia Kuhnert – Hannover
Mechtild Borrmann – Nessdorf
Nicola Förg – Grossdonnerfeld im Bergischen
Sabine Trinkaus – Bonn
Judith Merchant – Königswinter
Helga Beyersdörfer – Frankfurt am Main
Ingrid Noll – Irgendwo in Deutschland
Romy Fölck – Leipzig
Thomas Kastura – Bamberg
Tatjana Kruse – Schwäbisch Hall
Wolfgang Burger - Regensburg
Petra Busch – Titisee
Christian Limmer – Landshut
Friedrich Ani – München
Sabine Thomas – Ammersee
Sandra Lüpkes – Berchtesgaden
Thomas Raab -Wien


Die Kurzgeschichten sind alle unterschiedlich, passen aber stets zur übergeordneten Hauptthematik "Weihnachtskrimi". Bei manchen siegt am Ende die ausgleichende Gerechtigkeit, bei anderen eher das Böse. Ein paar wenigen Geschichten sagten mir nicht so zu, die meisten jedoch gefielen mir gut oder sogar sehr gut, wie zum Beispiel Susanne Mischkes Story "Der Weihnachtsmörder", die schon ein bisschen eklig, aber durchaus fesselnd ist und mit einem überraschenden Ende aufweisen kann.

Des Weiteren lernt man in diesem Buch fürs Leben. Das eine Axt, die eigentlich fürs Baumfällen von Nöten war, ein Gefahrenpotential mit sich bringt, sollte jedem klar sein. Das aber auch eine Katze den weihnachtlichen Stress nicht verkraftet und zum tödlichen Vierbeiner wird, dass ein Streit um einen Tannenbaum mörderische Gedanken verursacht und dass selbst eine Bestellung beim Universum extrem schief gehen kann, das war mir neu. Daher Obacht in der Vorweihnachtszeit! Tödliche Gefahren lauern überall, wie dieses Buch beweist, und wir wollen an Heiligabend doch alle friedlich neben dem Tannenbaum sitzen, oder...?



Fazit:  Ein schönes Geschenk für sich selbst oder Krimi-Liebhaber, um die Adventszeit zu versüßen. Aufgrund der kurzen Geschichten sollte man selbst in der evtl. stressigen Vorweihnachtszeit täglich ein paar Minuten finden können, um die Werke der 24 Autoren zu genießen.

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426512777
  • ISBN-13: 978-3426512777
  • Verlagsgruppe:



PS: Wer sich jetzt für das Buch interessiert, der sollte es einfach schnell kaufen
oder noch bei meinem aktuellen Gewinnspiel mitmachen und auf seine Glücksfee hoffen:)


Beide Ausgaben in der Übersicht:



1 Kommentar:

  1. Liebe Claudia! Ich finde es schön, dass du uns immer so tolle Weihnachtsbücher vorstellst. Ich lese sehr gerne Weihnachtsbücher und so lerne ich doch einige kennen.
    Lg Nicole

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