Freitag, 19. Juli 2013

[Rezension] Pfeffer, Susan Beth - Die letzten Überlebenden (3/3) Das Leben, das uns bleibt

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Welt, wie wir sie kannten" und "Die Verlorenen von New York" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Es ist noch kein Jahr her, da ist ein Asteroid in den Mond eingeschlagen, hat diesen in seiner Umlaufbahn verschoben und damit das Leben für alle Menschen auf der Erde verändert und beinahe unerträglich gemacht. Miranda hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass aufgrund von Aschewolken alles nur noch grau in grau wirkt und sie keine Sterne mehr sehen kann. Aber es ist schwer sich an Kälte oder Hunger zu gewöhnen. Eines Tages kehrt ihr Vater zu ihrer Familie zurück und erfüllt Miranda damit einen großen Wunsch, denn sie hatte schon Angst, ihn nie wiederzusehen. Aber er kommt nicht alleine, sondern bringt seine Freundin, ihr gemeinsames Baby und ein paar andere Menschen mit sich, die er auf dem beschwerlichen Weg, zurück zu seinen anderen Kindern, kennengelernt hatte.

"Das Leben, das uns bleibt" ist der letzte Teil der "Die letzten Überlebenden"-Trilogie. Alle drei Buchtitel passen wie die Faust aufs Auge und so geht es im Abschlussroman tatsächlich um das Leben, das Miranda und ihrer Familie geblieben ist. Viel ist das jedenfalls nicht mehr, denn mittlerweile leben sie in einfachsten Verhältnissen und wissen nicht, was morgen oder übermorgen sein wird.

Wie in Band eins der Buchreihe, geht es dieses Mal wieder um die Protagonistin Miranda und erneut wird der Roman im Tagebuchstil wiedergegeben, welches Miranda führt. Den zweiten Band, der damals für mich überraschenderweise von einem anderen Protagonisten handelte, wird in diesem Roman ebenfalls eingebunden, da Miranda und Alex nun in Pennsylvania aufeinander treffen.

Die Autorin schildert glaubhaft, wie sich Mirandas Leben in den letzten Monaten entwickelt hat, wie sie sich durchs Leben schlagen, was ihnen noch geblieben ist und was die letzten Überlebenden bewegt und berührt. Diese Beschreibung hat mir deutlich besser gefallen, also noch im ersten Teil der Trilogie. Trotzdem konnte mich der Roman nicht begeistern. Ich kann nicht einmal behaupten, dass "gar nichts" passiert ist im Buch, aber trotzdem plätscherte das Geschehen für mich nur so vor sich hin. Der Roman ließ sich gut lesen, aber es gab für mich keine großen Höhepunkte. Es war "nett" - aber eben nicht mehr und das galt leider für die gesamte Trilogie, von der ich mir echt mehr erhofft hatte, aber die immerhin ein zufriedenstellendes Ende erhalten hat.

Fazit: Das geschilderte Szenario ist glaubwürdig und beklemmend, aber für mich wurde keine Atmosphäre erzeugt und das Geschehen plätscherte vor lauter Wiederholungen ohne Highlights vor sich hin. Dieses Fazit trifft sowohl auf den Abschlussroman, als auch auf die gesamte Trilogie zu.


  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551582750
  • ISBN-13: 978-3551582751
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:


 Die Trilogie in der Übersicht:



Edit Juli 2013: Überraschenderweise wird diese Trilogie nunmehr fortgesetzt und entwickelt sich somit zu einer Serie mit mindestens vier Bänden. Das englische Original wird es ab August 2013 unter dem Titel "The Shade of the Moon" zu kaufen geben:




Kommentare:

  1. Ich habe nach Band 1 aufgegeben, da einfach zu wenig passierte und keine Emotionen zu mir transportiert wurden. Nachdem ich hier nun deine Rezensionen zu Band 2 und 3 gelesen habe bin ich froh, dass ich mich nicht weiter gequält habe.
    LG
    Yvonne

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  2. Ich fand, es wirklich klasse beschrieben, wie plötzlich kleine Dinge wichtig geworden sind. Die im normal Fall hat keine Bedeutung hatten.

    Aber gut jeder empfindet , dass anderster!

    LG..karin..

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