Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezension] Szillat, Antje - Maja & Motte (01) Ach, du dicker Hund!

Maja und Motte sind eineiige Zwilling. Eigentlich sind die beiden neunjährigen Mädels auch beste Freundinnen, aber trotzdem kracht es so manches Mal zwischen ihnen. Kein Wunder, denn eigentlich sind sie grundverschieden. Maja ist eher der Typ Künstler, schreibt Lieder und singt toll, bekommt aber vor lauter Lampenfieber nie ein Ton heraus, sobald es ums Vorsingen geht. Außerdem hat sie panische Angst vor Hunden. Ihre Schwester hingegen wünscht sich sehnlichst einen Vierbeiner, fällt in die Kategorie Sportler und traut sich so einiges zu. Eines haben die beiden Mädels aber auf jeden Fall gemeinsam: Sie sind absolute Sympathieträger.

Die beiden rothaarigen Mädels Maja und Motte sind die Protagonistinnen der neuen Serie der Autorin Antje Szillat. Eigentlich kommen die beiden super gut miteinander klar, aber hin und wieder beschimpft Motte Maja als blöde Gorgonzolanudel und Motte wird schon mal als schrecklich treulose Tomatenschwester von Maja bezeichnet. Wenn es jedoch hart auf hart kommt, sind sie für einander da, denn der heilige Schwur "Zwei für eine, eine für zwei" wird nie gebrochen - höchstens einmal kurzfristig auf Eis gelegt.

Das Buch besteht aus 12 Kapiteln in denen ein auktorialer Erzähler Majas und Mottes Erlebnisse schildert - und davon gibt es eine ganze Menge, u.a Majas Vorsingen für den Musicalworkshop, Mottes Kreismeisterschaft im Dreikampf, die Sorge um den Hamster Guido Gaus, Majas Ärger mit dem stinkenden Mathelehrer und als Motte plötzlich einen Hund mit nach Hause nimmt, der die Größe eines Kalbs hat und so viel Haare besitzt, dass es für 20 Hunde reichen würde, ist das Chaos perfekt.

Maja und Motte haben sofort mein Herz gewonnen. Die beiden aufgeweckten Mädels sind tolle Protagonistinnen, die von einem Trubel in den nächsten stürzen. Dabei wirken die Geschehnisse nicht künstlich aufgesetzt, sondern ergeben sich natürlich, manchmal auch als Verkettung unglücklicher Umstände. Mit viel Humor beschreibt die Autorin den Alltag der Zwillinge und legt erneut einen mitreißenden Schreibstil an den Tag. Bei Antje Szillat ist es tatsächlich egal, ob sie für kleine Cowboys, freche Mädels oder pubertierende Jugendliche schreibt, sie kann den Leser stets mit ihren Geschichten begeistert.

Das Buch bietet außerdem noch weitere Highlights: Nach jedem Kapitel gibt es eine grüne Doppelseiten, auf der die Einträge der Protagonistinnen aus ihrem gemeinsamen Briefbuch erscheinen. Diese Seite sind bunt illustriert und spiegeln á la Tagebuch die Gefühle der Mädchen wider oder was sie gerade beschäftigt. Weitere Illustrationen (alle sind in schwarz, grün und weiß gehalten) sind im ganzen Roman immer mal wieder verstreut. Für den Extra-Humor-Faktor sorgt Antje Szillat, in dem sie ab und an eigene Wortkreationen einfließen lässt, wie z.B. die oben bereits erwähnte Gorgonzolanudel.

Fazit:  Maja & Motte machen Lust auf mehr. Zum Glück steht die Fortsetzung steht in den Startlöchern. Sie heißt "Drei sind eine zu viel" und verspricht erneut ein humorvolles Chaos. Band eins kann ich uneingeschränkt empfehlen, da mich sowohl der Inhalt, die Ausarbeitung der Charaktere als auch der tolle Schreibstil komplett überzeugt haben. Wer jungen Mädchen Lesespaß schenken möchte, sollte zu diesem Buch greifen!


  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649609487
  • ISBN-13: 978-3649609483
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre
  • Homepage der Autorin 
  • Facebook-Seite der Autorin
  • Verlag:

PS: Die bisherigen Bücher der "Maja und Motte"-Reihe in der Übersicht:




Kommentare:

  1. Mach doch sowas nicht, ich hab doch eh schon gesagt,dass ich glaube Maja und Motte wollen unbedingt zu mir. Jetzt rufen sie noch lauter.

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  2. Ach das hast Du aber toll beschrieben claudia!! Eine schöne Rezi!

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