Montag, 12. August 2013

[Rezension] Roberts, Jeyn - Dark Inside (1/2) Dark Inside

Mit einem Schlag ändert sich die Welt von Aries, Clementine, Mason und Michael. Nachdem zahlreiche Erdbeben viele Landstriche komplett zerstört haben, beginnt eine dunkle Kraft zu wüten. Diese verwandelt Menschen in Bestien, deren einziges Ziel die Vernichtung von nicht verwandelten Menschen ist. Allein oder mit anderen Überlebenden kämpfen sich die vier Jugendlichen durch die postapokalyptischen Welt, in der sie niemandem trauen dürfen, denn das "Nichts" versteht es hervorragend sich zu tarnen und kann in jedem stecken: einem Fremden, einem Freund, sogar in einem Kind.


"Dark Inside" ist der erste Band einer Dilogie, die in einem postapokalyptischen Setting spielt. Ein auktorialer Erzähler berichtet von den unterschiedlichen Schicksalen der vier Protagonisten. Da wäre Aries, die die Auswirkung eines starken Erdbebens direkt zu spüren bekommt, Clementine, die gerade noch so einem grausamen Blutbad in der Gemeindehalle entgehen kann, Mason, der innerhalb weniger Stunden alle Menschen verliert, die ihm etwas bedeutet haben, und Michael, der schnell begreift, dass selbst die Polizei mittlerweile weder Freund noch Helfer ist. Jeyn Roberts hat interessante Ideen für ihre Figuren entwickelt, denn jeder muss sich mit anderen Problemen beschäftigen und bekommt die Auswirkungen der unbekannten Kraft und der Naturkatastrophen anders zu spüren. Leider sind die Protagonisten recht farblos geblieben. Ich musste immer wieder überlegen, wer nun wer war und wer gerade in welcher Situation steckte.

Der Roman lässt sich flüssig lesen, aber für mich gab es keine wirklichen Highlights. Es passiert sehr viel auf den 400 Seiten und immer wieder geraten die Vier in große Gefahr. Selbst ausweglose Situationen bekommen sie gemeistert und manchmal hatte ich das Gefühl, die Autorin wollte immer nur mit großen Kämpfen und zahlreichen Leichen punkten, um zu vertuschen, dass es keine wirklichen Höhepunkte in dem Roman gibt. Beim Lesen hat sich daher auch keine besondere Beziehung zwischen mir und dem Buch entwickelt. Obwohl mich die Schicksale nicht kalt gelassen haben und die Erlebnisse besonders prägnant sind, da sie in unserer Zeit passieren und nicht in einer weit entfernten Zukunft, hatte ich trotzdem das Gefühl, dass mich der Roman als solches kalt gelassen hat.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich das "Nichts". Es gibt von der Autorin fast gar keine Hinweise auf diese Kraft. Wie ist sie entstanden, was ist das Ziel, warum greift diese Kraft die Menschen ausgerechnet jetzt an usw. Das "Nichts" tritt sogar ab und an als Ich-Erzähler auf, aber lediglich das letzte Kapitel des Nichts hat etwas zum Fortgang der Story beigetragen und mich (positiv) überrascht. Ich erwarte bei einem Zweiteiler gar nicht, dass gleich alles offenbart wird, aber etwas mehr Input in diese Richtung wäre nett gewesen.

Fazit:  Ich weiß, dass viele das Buch nicht so kritisch sehen, wie ich es hier beschrieben habe. Meiner Meinung nach hätte man einfach mehr aus der Idee herausholen können, vor allem eben auch bei den Charakteren, die außer einer interessanten Ausgangsposition recht farblos geblieben sind. Band zwei werde ich trotzdem lesen und hoffe, dass ich dann zumindest meine Neugier über das "Nichts" befriedigen kann.

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (1. Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785573960
  • ISBN-13: 978-3785573969
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: The Dark Inside
  • Verlag:


Die Dilogie in der Übersicht:




Kommentare:

  1. Hallo Claudia,

    mir hat das Buch sehr gut gefallen, bin aber leider noch nicht dazu gekommen Teil 2 zu lesen :-( , denn auf das "Nichts" bin ich auch total gespannt.

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  2. Wirklich eine schöne Rezi!! :) Ich möchte die Bücher auch noch lesen und bin schon richtig gespannt... :D

    LG, Selina

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