Donnerstag, 3. Oktober 2013

[Rezension] Moriarty, Chris - Sascha Kessler (1/3) Der Seelenfänger

Anfang des 20. Jahrhunderts ist in den USA Zauberei verboten. Da sich jedoch kaum einer daran hält, hat das New York Police Department extra eine Abteilung mit Inquisitoren eingerichtet, die Menschen, die Magie ausüben, vor Gericht bringen sollen. Sascha Kessler war froh, dass er mit Zauberei gar nichts am Hut hatte, bis eines Tages festgestellt wird, dass er Magie sehen kann. Daraufhin muss sich er Sohn jüdischer Einwanderer einem Ermittler dieses Departments anschließen und gemeinsam jagen sie einen Dibbuk, eine Schattenseele, in New York City.


Ich wollte dieses Buch lesen, da ich gerne magische/fantastische Jugendgeschichten lese, diese auch noch in meinem geliebten New York spielt und ich es interessant fand, dass Sascha Kessler, der Protagonist des Buches, ein Jude ist und die Autorin den Roman geschrieben hat, um ihren Kindern ihre eigene jüdische Herkunft näher zu bringen. Der Einblick in das jüdische Leben gefiel mir auch ganz gut. Immer wieder verwendet Chris Moriarty jiddische oder hebräische Wörter, welche im Roman meistens kursiv gedruckt sind. Diese Wörter werden im Wort- und Sacherklärungsbereich am Ende des Buches erklärt oder übersetzt. Ich fand es gut, dass die Autorin sich der ursprünglichen Wörter bedient hat, aber ich hätte mir gewünscht, dass diese einfach mit einer kleinen Fußnote versehen worden wären, so dass ich die Bedeutung des Wortes in der Fußzeile der jeweiligen Seite gefunden und mir somit ein ständiges Umblättern zwischen meiner aktuellen Seite und dem Buchende gespart hätte.

"Der Seelenfänger" ist der Auftakt einer Trilogie um den Polizei-Lehrling Sascha Kessler. Die Fortsetzung "Der Schattenjäger" ist ebenfalls bereits im Handel erhältlich. Für mich ist jedoch bereits nach dem ersten Band Schluss, da mich der Roman gar nicht angesprochen hat. Ich hatte mich auf eine Mischung aus Magie, New Yorker Atmosphäre Anfang des 20. Jahrhunderts und jüdischer Tradition gefreut, aber das Buch beginnt sehr, sehr langatmig und mich haben weder die Charaktere noch die Story angesprochen oder erreicht. Die Figuren bleiben viel zu blass und selbst zum Protagonisten, der eigentlich immer präsent ist, konnte ich keine Bindung aufbauen. Die Handlung, die in einer Parallelwelt spielt, sich somit an New York anlehnt, aber der künstlerischen Freiheit der Autorin unterworfen und somit ab und an abgeändert wurde, kommt kaum in Fahrt, so dass ich das Buch problemlos zur Seite legen konnte und nie den Drang verspürt habe, weiterlesen zu wollen/zu müssen. Ich habe den Roman zwar beendet, in der Hoffnung, dass es gegen Ende noch etwas anziehen würde und somit auf eine Steigerung der Unterhaltung im nächsten Band hoffen lässt, aber das ist leider nicht eingetreten.

Fazit: Das Buch konnte meine Erwartungen absolut nicht erfüllen. Durch eine langatmige Story und blasse Charaktere konnte mich der Roman nicht in seinen Bann ziehen. Deshalb werde ich die Trilogie nicht weiter verfolgen.



 Die bisherigen Teile der Trilogie in der Übersicht:


1 Kommentar:

  1. Schade! Weiß aber auch nicht, ob das Buch mit "besserer" Umsetzung was für mich gewesen wäre. Das Cover spricht mich gar nicht an, aber die Story hätte Potenzial.

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