Donnerstag, 29. Mai 2014

[Das Autoren 1x1] Regina Gärtner

 proudly presents:



Regina Gärtner




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Eigentlich schon fast immer. Als 12jährige hab ich mal versucht, eine Internatsgeschichte zu schreiben, die aber nie fertig geworden ist. (Eigentlich schade, wenn ich da an Harry Potter denke, ….) Dann habe ich für die Schülerzeitung geschrieben, vor dem Abi schon als freie Mitarbeiterin einer großen Zeitung gejobbt, und während des Germanistikstudiums schreibt man ja ständig. 
Aber erst als ich meine Magisterarbeit geschrieben habe, kam ich wieder auf die Idee, ich könnte ja einen Roman selbst schreiben. Hat dann noch mal lange gedauert, bis mein Krimi „Tödliche Schöpfung“ veröffentlich wurde. Aber auch dann wurde meine Autorenkarriere wieder unterbrochen, aber geschrieben hab ich nach wie vor: in meinem Brotjob in der Werbung, wenn auch kürzere Texte.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Es ist eher so, dass das Schreiben mich gewählt hat, und nicht ich das Schreiben. Ich stolpere ständig über Geschichten, die zu schreiben es sich lohnen würde. Da ziehen und zerren die Ideen an mir. Nicht jede Idee entwickelt sich weiter, aber es gibt immer einige, die sind so beharrlich, dass sie einen über Jahre begleiten. Und dann muss man sie endlich verwirklichen. Ich hab mir nicht bewusst vorgenommen, Autorin zu werden, sondern bin durch das Schreiben dazu geworden. 
Aber jetzt bin ich natürlich bewusst Autorin, und damit meine ich, dass zum Autorinnen-Dasein sehr viel mehr gehört, als nur zu schreiben. Wenn man es wirklich professionell macht, gehört weit mehr dazu, als sich schöne Geschichten auszudenken. Und dann ist dieser Beruf plötzlich nicht mehr ganz so rosig, wie er scheint.  
Dazu gehören warten können, Absagen einstecken und weitermachen zu können, sich ständig zu verbessern. Aber auch so schnöde Dinge wie die Steuern machen, sich mit Programmen für die Website zu beschäftigen, ständig Werbung zu machen. 

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Alma wird gegen ihren Willen nach Deutsch-Samoa verheiratet. 
Bezieht sich natürlich auf „Unter dem Südseemond“.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Am liebsten sitze ich tatsächlich an meinem Schreibtisch, und schreibe. Rituale habe ich keine, aber immer jede Menge zu Trinken (Tee und Wasser) dabei. Mit getrockneten Mangoscheiben vertreibe ich mir den kleinen Hunger zwischendurch.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Ja, sehr viel Lesen! Und das mein ich ernst. Man muss sich in seinem Genre auskennen. Man muss wissen, wie die anderen schreiben. Ich mach mir Zettel, was ich an den Büchern, die ich gelesen habe, gut fand, was ich schlecht fand. So lernt man von guten und schlechten Büchern.  
Und schreiben, schreiben, schreiben. Nicht auf den Zeitpunkt warten, bis man perfekt wird. Perfekt wird man eh nie, aber besser kann man werden. Aber besser wird man nur, wenn man schreibt, schreibt und schreibt, und streicht, und kürzt, und neu schreibt, und umformuliert. 




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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Meeresgrün – so grünblau wie das Wasser in seichten Uferzonen von tropischen Meeren schimmert. Ich muss gestehen, ich bin eine Inselsammlerin. Dass meine Geschichte ausgerechnet in Samoa angesiedelt ist, ist sicher kein Zufall. Die weißen Sandstränden, Kokospalme und Meeresrauschen ... 

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Tja, mein erster Berufswunsch war Zirkustänzerin werden, da war ich vielleicht sieben Jahre alt. Aber wie ich oben geschrieben habe, hab ich schon mit zwölf Ideen für Geschichten gehabt. Während der Oberstufe wollte ich unbedingt investigative Journalistin werden. Aber im Leben kommt ja doch alles anders, als man glaubt. 

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Ich esse sehr gerne Salate und Suppen. Aber wenn ich einbestimmtes Gericht nennen soll, dann am liebsten Himmel un Ääd met Vlönz (Himmel = Äpfel, Erde = Kartoffel, Vlönz ist die Kölsche Blutwurst) Aber bitte nicht selber gekocht, sondern in einem der Kölner Brauhäuser, und dazu ein frisches Kölsch. Hmm, paradiesisch. 

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Ich bin eine Vielleserin und nicht sehr festgelegt. Natürlich kommen die meisten Bücher aus dem Genre Historische Romane, aber ich lese auch Liebesromane, Psycho und Mystery-Thriller. Eher wenige Krimis, aber auch schon mal. Zwischendurch mal eine der großen amerikanischen Erzähler wie John Irving, dann wieder eine Biografie. Und gerne auch mal einen belgischen Comix.  
Hauptsache ich lese. In meinem letzten Urlaub hatte ich fünf Bücher dabei. Drei hab ich nacheinander weggelegt, weil sie mich nicht gepackt haben. Das war die totale Katstrophe. Da krieg ich schnell Entzugserscheinungen.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich hätte gerne ein eigenes Schwimmbad. Das wäre ein wirklich richtig großer, riesiger super Wunschtraum von mir. Das hört sich jetzt wahrscheinlich blöd an, aber ich träume von einem Schwimmbad, in dem jeden Morgen ganz alleine meine Bahnen ziehen könnte. Im Wasser kommen mir immer die besten Ideen.


Dieses Buch von Regina Gärtner könnte in eurem Bücherregal stehen:





Vielen Dank Regina, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

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