Mittwoch, 21. Januar 2015

[Die Story hinter dem Buch] Kay Noa - Vampire Guides III: Vampire Expert Guide (Der Liebe auf den Zahn gefühlt)




heute:



Kay Noa - Vampire Guides III: Vampire Expert Guide (Der Liebe auf den Zahn gefühlt)

 





Drei Monate sind vergangen, seit Lexa mit ihren Freunden ein tödliches Komplott in der Schattenwelt aufgeklärt hat. Nun möchte sie ihre Beziehung mit Dave genießen und freut sich auf ein paar schöne Tage mit Dave und den Munich Werewolves in den Alpen. Doch Lexa ist einfach keine Ruhe vergönnt: Während ihr Ex-Freund Christian plötzlich beginnt, ihr wieder schöne Augen zu machen und damit Dave ziemlich aus der Fassung bringt, zeigt sich ihre beste Freundin Maya ganz ungewohnt reizbar und abweisend.

Doch gerade als Lexa diesen Rätseln auf den Grund gehen will, belagern Terroristen das Berghotel, um einen Schlag gegen die Schattenwelt zu führen. Einmal mehr gerät Lexa zwischen die Fronten und setzt beim Versuch die Attentäter zu stoppen, nicht nur ihr Leben aufs Spiel, sondern auch ihre Liebe.

+++ Auch der dritte in sich geschlossene Band der erfolgreichen Vampir-Serie aus München bietet wieder eine unterhaltsame Mischung aus Spannung, Humor und Romantik +++


Wer ist eigentlich Charlie – oder wenn die Wirklichkeit rechts überholt.

Der Vampire Expert Guide ist bereits der 3. Band der Vampire Guides und daher dachte ich, die Geschichte um das frisch vampirifizierte Münchner Partygirl Lexa und ihren widerspenstigen Werwolf sei schnell erzählt. Genau das Richtige also für den NaNoWriMo (National November Writing Month), jenem inzwischen weltweit veranstalteten Schreibwettbewerb, bei dem man durch den November hindurch mindestens 50.000 Worte schreiben muss.

Auch die Geschichte selbst war schnell geplottet – also jedenfalls soweit das ein Autor mit bekanntermaßen höchst widerspenstigen Protagonisten, die nun auch wirklich zu jeder an sich belanglosen Nebenszene eine eigene, sich nicht notwendig mit der meinen deckenden Meinung haben, überhaupt jemals kann. Ich hatte beschlossen, den beiden und ihren Freunden ein bisschen Urlaubsfeeling zu gönnen und verlegte die Geschichte flugs aus München in ein Sporthotel in die Alpen. Passt ja auch, wenn man in den Winter hineinschreibt und sich auch selbst schon aufs Skifahren freut.

Aus den Vorbänden hatte ich genug Geschichten, die weitergesponnen werden wollten und da ich die Vampire Guides ohnehin eigentlich für meine kleine Schwester schreibe, fielen mir auch genug Anspielungen an die realen Vorbilder aus Literatur, Kino und Freundeskreis ein, um zügig voranzukommen.

Mit gefühlten 10 Hektolitern Kaffee, einer halben Tonne Schokolade und chronischem Schlafmangel schrieb ich also eine hübsche Geschichte, um eine Liebesbeziehung, die sich auch im Alltag bewähren muss und natürlich die Probleme in der Schattenwelt, also jener Gemeinschaft, in der all die realisierungsfernen Spezies wie etwa Werwölfe, Vampire, Dämonen, Elfen und Nymphen unbemerkt neben oder auch mit uns leben (Wer sich für die Schattenwelt interessiert, dem empfehle ich die Lektüre des Schattenweltreports – des Lifestyle-Magazins für alle Paranormalen und ihre Freunde: https://schattenweltreport.wordpress.com/)


Diese Hintergrundgeschichte geriet wie in den vorherigen beiden Bänden auch schon zu einem ziemlichen Krimi. Dieses Mal befasste ich mich allerdings nicht mit Mord, sondern einer Entführung und war sehr zufrieden mit meinem ausgeklügelten Plot.

Das durfte ich auch sein, denn tatsächlich war der Plot so gut, dass sich das Schicksal selbst daran bediente. Während mein Buch ins Lektorat ging und ich überall fröhlich verkündete, dass am 23. Januar der Vampire Expert Guide erhältlich sein würde, stürmten ein paar Irre die Redaktion des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo, richteten ein Blutbad an und flohen dann in eine entlegene Fabrik, in der sie mittels eines versteckten Beobachters, der mit der Polizei übers Handy Kontakt aufnahm, schließlich gestellt werden konnten…
Tja. Und so hatte ich mir das in einem Geplänkel zwischen den Werwölfen und der Anti-Pa (ranomral), einer Art terroristischen Bewegung, die sich die Vernichtung der Schattenwelt zum Ziel gesetzt hat, auch vorgestellt. Nur eben mit Entführung on top. Aber Blutbad, Handy-Alarm, verzweifelte Befreiung… das alles deckte sich beängstigend mit den aktuellen Ereignissen. Es fühlt sich seltsam an, wenn man feststellt, dass ein paar ganz und gar verabscheuungswürdige Menschen ungefähr dieselben Ideen haben wie man selbst hat und unwillkürlich fragt man sich, wie lange es dauert, bis die NSA, der Mossat oder sonst ein Geheimdienst fröhlich an meiner Tür klingeln. Bei nochmaliger Lektüre fand ich meine Geschichte zunehmend makaber und so entschied ich mich zu dem schmerzlichen Schritt, den Mittelteil neu zu schreiben. Aus Respekt vor den Toten, aus Mitgefühl mit den Hinterbliebenen und auch weil ich nicht möchte, dass es heißt, ich würde mich mit fremden Schrecken schmücken.

Meine Geschichte handelt jetzt immer noch von Entführung, der Anti-Pa und den Werwölfen, aber den Rest habe ich geändert. Damit muss nur leider auch jeder einzelne Satz des Buchs nochmals auf falsche Bezugnahmen und Anspielungen untersucht werden. Und dann geht das Lektorat nochmals von vorne los und so habe ich den Start verschoben, denn anders wären all die kleinen und großen Anpassungen nicht zu schaffen gewesen.

Ich hoffe, dass mir meine offenbar hellseherischen Fähigkeiten nie wieder so einen Streich spielen!

geschrieben von Kay Noa





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