Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Levithan, David & Cremer, Andrea - Was andere Menschen Liebe nennen

Die Pubertät ist nicht leicht. Wenn man dann aber zusätzlich noch unsichtbar ist, ist das Chaos perfekt. Genau das ist das Schicksal des 16-jährigen Stephen, der sich alleine in New York durchschlägt. Noch nie hat ihn jemand sehen können - erst selbst weiß nicht einmal, wie er aussieht. Sein ungewöhnliches Leben wird jedoch erneut auf den Kopf gestellt, als eine Familie in die Wohnung gegenüber zieht, deren Teenager-Tochter Elizabeth ihn plötzlich anspricht, denn für sie ist er ein ganz normaler Junge. Eine Liebesgeschichte im Sommer in New York City.


Ich wollte den Roman gerne lesen, weil ich schon so viel Gutes von David Levithan gehört habe, ich die Idee über die Unsichtbarkeit interessant fand und der Roman in New York spielt. Letzteres hat leider keine große Rolle gespielt. 

Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven von Elizabeth und Stephen (jeweils als Ich-Erzähler auftretend) geschildert. Das Cover und der Klappentext haben mich leider auf eine falsche Spur geführt. Ich hatte mich auf eine süße New Yorker Lovestory gefreut, die sich ein bisschen mysteriös gestalten könnte. Zunächst beginnt der Roman auch so. Stephen war mir recht schnell sympathisch und sein Zustand wurde anschaulich beschrieben. Eine zarte Liebesgeschichte bahnte sich an. Doch dann verschiebt sich der Fokus und Fantasyelemente beherrschen plötzlich den Roman. Das hat dafür gesorgt, dass ich mit den Figuren nicht vertrauter wurde und diese mich nicht mehr berührt haben.

Der Schreibstil ist flüssig, aber irgendwie konnte mich der Roman trotzdem nicht abholen. Es war einfach etwas anderes, als ich erwartet hatte und das Präsentierte hat mich nicht so angesprochen, wie ich es erhofft hatte. Die Titelwahl ist zwar nicht besonders wichtig, aber nachvollziehen kann ich sie nicht. Die Bedeutung erschließt sich mir nicht. Der englische Titel "Invisibility" ist zwar auch nicht gerade spektakulär, passt aber wesentlich besser.

Fazit: Ein Jugendbuch, bei dem es weniger auf die Lovestory, als auf den Urban-Fantasyanteil ankommt. Eigentlich gar nicht uninteressant und nicht schlecht, aber es hat mich trotzdem nicht gepackt und nicht richtig begeistern können. 3,5 Sterne vergebe ich daher.

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: cbt (26. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163555
  • ISBN-13: 978-3570163559
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Invisibility
  • Verlag:
    http://www.randomhouse.de/cbt/



    Liebe Grüße,
    Claudia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen