Dienstag, 2. Januar 2018

[Stefanies Rezension] Gruber, Felicitas - Rosenhuth (01) Die Kalte Sofie

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Gastrezension von Stefanie


In Felicitas Grubers „ Die kalte Sophie“ geht es ganz arg bayerisch zu. Kommt man nicht gerade aus dem Freistaat, kann das mitunter ganz schön nervig sein. Im Hörbuch ist das noch ganz okay, aber lesen möchte ich kein bayerisches Buch. Vielleicht ist es im Roman aber auch nicht so extrem. 



„Die kalte Sophie“ ist mein erster Kriminalroman von Felicitas Gruber und auch der Auftakt zur Sophie-Serie. Dabei sind die Autorinnen eigentlich die mir gut bekannte Brigitte Riebe und die mir nicht bekannte Gesine Hirsch. Ich hätte mich gefreut, wenn die Autorinnen selbst auf dem Cover genannt wären.

Ich habe das Hörbuch von „Die kalte Sophie“, erschienen im audio media Verlag und gelesen von Tatjana Pokorny, gehört. Es handelt sich hier um eine gekürzte Lesung auf 5 CDs mit einer Hörlänge von 6 Stunden und 13 Minuten. Dabei bringt die Sprecherin das Lokalkolorit mit „einer ordentlichen Portion Mundart“ (wie das Cover verspricht) gut zur Geltung. Die Lesung ist wirklich gut, und ich ziehe meinen Hut vor Sprechern, die einfach so umschalten können.

Zum Inhalt: Die Gerichtsmedizinerin Sofie Rosenhuth ist ihren eigenen Geistern und ihrer Vergangenheit nach Berlin entflohen und kehrt nun in die geliebte Münchner Heimat zurück. Dort muss sie mit ihrem Ex-Freund, dem Ermittler Joe Lederer, zusammenarbeiten, und so kommen sich die beiden auch wieder näher, wenn da nicht noch ein Verehrer wäre...

Der aktuelle Fall ist kompliziert: Da wird ein Mädchen auf dem Spielhof vergiftet, eine Maus, eine Ratte, ein Schäferhund – und eine verkohlte Leiche gibt es auch noch. Wie hängt das alles zusammen? Dass Sofie die Tiere auch mit auf ihren Obduktionstisch bringt, schmeckt ihrer Chefin so gar nicht...

Der Fall selbst ist extrem durchschaubar, aber das soll er wohl auch sein. Der Roman lebt mehr von den Charakteren, die ich alle nicht als Sympathieträger bezeichnen kann – auch die Protagonistin nicht – sondern als klischeebehaftet und ziemlich flach. Da bringt der eine Verehrer eine Schachtel Katzenzungen mit, der andere einen Picknickkorb. Da gibt es einen fiesen Kerl mit Schäferhund und Jogginghosen – na ja, Überraschungen gibt es da keine.

Und dennoch: Das gekürzte Hörbuch lässt sich wirklich gut hören, wenn man sich schließlich an ein Zuviel an Mundart gewöhnt hat. Mein Hörgefühl wechselte von nervig und flach zu einigermaßen amüsant. Außerdem schweifte ich nie ab, was mir bei weniger guten Hörbüchern doch auch passiert. Vermutlich hat derjenige, der die gekürzte Hörbuchfassung erstellt hat, seine Sache richtig gut gemacht, denn „Die kalte Sofie“ wird nie langweilig. Ich würde sogar die Nachfolgerbände hören (nicht lesen), wenn diese mir in die Hände fielen.

Fazit: Kann man als Hörbuch sehr gut anhören, muss man aber nicht. Die Story verblasst schon wieder kurz nach dem Hören, die Charaktere aber bleiben im Gedächtnis. So ist es sicher auch gewollt.

  • Audio: 5 CDs  ca. 6h 13min
  • Verlag: audio media verlag GmbH; Auflage: 1. (16. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868044434
  • ISBN-13: 978-3868044430
    https://verlage.westermanngruppe.de/audiomedia/


Liebe Grüße,
Claudia

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