Samstag, 24. März 2018

[Rezension] Babendererde, Antje - Wie die Sonne in der Nacht

[Werbung] Da ich Buch-Cover mit einer Verlinkung zu Amazon einbaue (Affiliate-Link) und aus Überzeugung gerne Verlage, Autoren etc. verlinke, kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.

Maras Austauschjahr in New Mexico ist beinahe vorbei. Die letzten Wochen wollte sie eigentlich mit Besuch aus Deutschland verbringen. Dieses hat sich jedoch zerschlagen. Stattdessen trifft sie auf Kayemo, einen Indianerjungen, der sein Gedächtnis und seine Sprache verloren zu haben scheint. Trotzdem verständigen sich die beiden irgendwie und Mara nutzt ihre freie Zeit, um Kayemo zu helfen, sich zu erinnern. Sie folgt ihm in seine Welt und in seine Vergangenheit - beides birgt Gefahren, sowohl für Kayemo, als auch für Mara.

Ich liebe die Indianergeschichten von Antje Babendererde und habe fast alle ihre Geschichten als Hörbuch verschlungen. Der neuste Roman „Wie die Sonne in der Nacht“ wird aus zwei Perspektiven geschildert. Zum einen ist dort die Ich-Erzählerin Mara, ihre Passagen werden von Jodie Ahlborn gelesen. Die zweite Perspektive schildert Kayemos Sicht durch einen auktorialen Erzähler. Diese Passagen hat Aleksandar Radenković übernommen. Ich finde es sehr gelungen, dass mit den Sichten auch der Sprecher wechselt, denn das erleichtert einem beim Hören die Zuordnung.

Mit der Geschichte hatte ich dieses Mal leider ein paar Probleme. Mit Mara konnte ich zunächst wenig anfangen, da ihre Vergangenheit geschildert wird und sie sich komplett nach einem Jungen richtet, alles für ihn macht und sich selbst nicht mehr als Individuum wahrnimmt. So stellt Babendererde ihre Figuren eigentlich nicht vor, weil es meiner Meinung nach auch nicht besonders erstrebenswert ist. Zum Glück hat sich Mara weiterentwickelt, aber die Tendenz für jemanden alles aufzugeben und sich nur nach dieser Person zu richten, bleibt irgendwie doch erhalten. Beide Figuren sind mir etwas fremd geblieben und besonders für Mara dreht sich irgendwann vieles nur noch um Sex, was für mich einen zu großen Raum in diesem Jugendbuch eingenommen hat und manches Mal auch in unschöneren Facetten dargeboten wird.

Fazit: Mich hat dieses Mal der Indianer-Spirit leider nicht so abgeholt, wie sonst. Ich fand die Geschichte nicht schlecht, aber richtig begeistert hat sie mich nicht. Andere Romane der Autorin haben mir deutlich besser gefallen.

  • Audio: 5 CDs - ca. 420 min
  • Verlag: Jumbo (9. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383373857X
  • ISBN-13: 978-3833738579
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
    http://www.jumboverlag.de/

Liebe Grüße,
Claudia

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