Dienstag, 17. April 2018

[Die Story hinter dem Buch] Regine Kölpin - Oma wird Oma

[Werbung] Da ich Buch-Cover mit einer Verlinkung zu Amazon einbaue (Affiliate-Link) und aus Überzeugung gerne Verlage, Autoren etc. verlinke, kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.


heute:



Regine Kölpin - Oma wird Oma
 




Oma wird Oma- ein humorvoller Familienroman, der auf der Nordseeinsel Wangerooge spielt

Regine Kölpin
©Claudia Toman - Traumstoff
Die Oma- Reihe, die seit dem Herbst 2015 bei Droemer Knaur verlegt wird, war zunächst Neuland für mich. Zumindest was das Genre, nicht aber den Erfahrungshorizont angeht.

Ich schreibe nämlich liebend gerne historische Romane, Krimis und auch für Kinder. Dazu entwickle ich zusammen mit meinem Mann Musik-und Bühnenproduktionen und arbeite zeitweise auch als Dozentin an einer großen Fernschule im Bereich Schreibwerkstätten.

Aber - und nun sind wir bei den Oma Romanen: 

Ich bin auch Großfamilienmutter und mehrfache Großmutter. Unser Familienschiff mit fünf erwachsen Kindern samt Schwiegerkindern und den Enkeln kann sich sehen lassen und fährt natürlich auch nicht immer in ruhigem Fahrwasser. Was also lag näher, als Familienromane mit verschiedenen Großmüttern zu entwickeln? Ich habe unterschiedliche Oma-Typen erschaffen, denn die klassische Großmutter gibt es ja gar nicht mehr. 

Ich finde es spannend, diese Frauen mit Konflikten aus dem Familienalltag zu konfrontieren und das immer mit einem gewissen Augenzwinkern. Mit Humor ist eben vieles leichter. Und so sind die drei Romane entstanden, Nummer 4 erscheint im Herbst 2018


Ich gebe allerdings zu, dass ich dieses Genre als das für mich am schwersten empfinde, auch wenn es so einfach wirkt. Beim Krimi und der Historie habe ich Eckdaten, an denen ich mich entlanghangle. Hier aber muss ich aus dem Nichts, aus banalen Alltagssituationen, Spannung und Witz und gleichzeitig Romantik schaffen. Manchmal ein echter Spagat!

In Oma wird Oma konfrontiere ich Oma Suse damit, dass sie plötzlich allein ist. Die Tochter hat sich vor Jahren von ihr losgesagt, der Sohn will mit seiner Frau nach München und sie soll in eine Seniorenwohnanlage ziehen. Suse hat die Nase voll und zieht kurzerhand nach Wangerooge. Dort will sie Abstand und einfach nur ihre Ruhe.

Aber das gelingt ihr nicht, weil das Leben sie einholt. Da gibt es Beeke mit den schlumpfblauen Haaren, die ihre Nähe sucht und nur Chaos verbreitet. Und dann läuft Suse noch Paul mit seinen drei kleinen Enkeln über den Weg. Suse wird völlig vereinnahmt. Doch ihre raue Schale bröckelt. Als sie zu Unrecht mit dem Gesetz in Konflikt kommt, und Pauls Tochter Sophie und Suses Sohn Dirk anreisen, überschlagen sich die Ereignisse…

Das alles ist nicht autobiografisch, aber eben aus dem Leben gegriffen, denn genau das holt Familien immer wieder ein und genau das macht Familie spannend.

Schreiben und Schauplätze:
Wangerooge habe ich, genau wie zuvor Langeoog und das Wangerland, als Schauplatz gewählt, weil ich hier in der Gegend zu Hause bin. Und was gibt es Schöneres, als aufs Meer zu sehen, im Hintergrund die Dünen. Dieses Setting ist einfach unschlagbar.


Ich lebe seit meiner Kindheit in Friesland und es macht mir Spaß, in meinen Büchern mit Land und Leuten zu spielen. Ich lebe in einem kleinen idyllischen Dorf in Friesland in der Nähe der Nordsee und mein Arbeitszimmer hat einen fantastischen Blick auf die Kuhwiesen mit Mühle. Da kann man wunderbar arbeiten. 


Oder ich sitze im Garten an meinen beiden Lieblingsplätzen.


Zur Recherche:
Natürlich bereise ich meine Schauplätze. Selbst wenn ich mich auskenne, brauche ich das Gefühl, wirklich die Luft geatmet zu haben, wirklich da gewesen zu sein. Das schafft mehr Nähe, sowohl zu den Figuren als auch zur Handlung.

Bei der letzten Reise bin ich zum Beispiel in einer echten Friesenkneipe wieder über einen altbekannten Ostfriesenwitz gestolpert, den ich unbedingt mit einarbeiten wollte. Friesen und Ostfriesen werden ihn sofort wiedererkennen. 

Was ich auch gut brauchen konnte, waren die Bunker auf Wangerooge. Ich habe dort vor Jahren zu meinem Krimi „Muschelgrab“ intensiv recherchiert und viel Hilfe erhalten. Dabei bin ich mitten auf der Insel auf einen alten zerfallenen Bunker gestoßen, der tatsächlich noch begehbar bar ist, während die meisten von Dünen zugeweht sind (bis auf den Besucherbunker). Das habe ich hier noch einmal verwendet. Und die Ferienwohnung von Paul habe ich einmal selbst bewohnt. 

Zu allen Büchern gibt es auch immer ein abgestimmtes musikalisches Leseprogramm, das sich mit dem Gitarrenduo „Rostfrei“ erstelle. Für die Oma-Reihe schreiben wir sogar Songs auf die jeweilige Oma um. Und immer sind alle anderen Lieder genau auf die Szenen abgestimmt. Das macht unglaublichen Spaß.


Wer mehr wissen möchte: www.regine-koelpin.de

geschrieben von
Regine Kölpin

soweit nicht anders vermerkt gilt für alle Fotos: © Regine Kölpin

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (3. April 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426521202
  • ISBN-13: 978-3426521205




    Liebe Grüße,
    Claudia

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